Station: [6] Jimmie Durham, Pagliaccio non son, 2011


Jimmie Durham ist ein Künstler, der sein Leben als Nomade lebt und dessen Werke aufgrund dessen oftmals die Momente vorgefundener Situationen und scheinbar improvisierter Formen aufgreift. Durham hat sich bei seinem Beitrag entschieden, für den Park einen Baumstamm zu erwerben, der dort nun für die Dauer von zwei Jahren zu Gast sein wird. Der Stamm stammt aus dem Kongo und wurde nach Deutschland importiert, um zu Furnierholzflächen zerschnitten zu werden. Durch seine neue Funktion als Skulptur ist der Baum zunächst erhalten geblieben, gerettet, in seiner lagernden Position scheint er auch das Thema einer liegenden Figur auszudrücken, vor allem aber stellt die Fremdheit des afrikanischen Holzes ein subtiles Porträt des Künstlers als Fremdling innerhalb einer anderen Vegetation an. Der Baum suggeriert einen Aspekt von Wunderkammer aufgrund seiner Größe und Dimension, da ein solcher Stamm so in Europa nicht bekannt ist. Der Titel spricht die Identifikation mit dem Baum an, er bedeutet so viel wie nicht ein Spieler zu sein.

Jimmie Durham

Pagliaccio non son, 2011

Entandrophragma utile (Tropenholz)

Besitz des Künstlers

© Stiftung Skulpturenpark Köln, 2015, Foto: Axel Schneider, Frankfurt am Main