Station: [604] ich zweifle – ich prüfe

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„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Psalm 22,1

Not und Tod stürzen Menschen in Verzweiflung. Das Urvertrauen ist erschüttert: Ist das Leben noch gut und lebenswert? Die Heiligen Schriften lehren: Gott will das Leben. Wie passt dazu die Wirklichkeit von Unglück und Tod? Die Bücher der Bibel sind voll von Widersprüchen, gegenteiligen Ansichten, erzählen einerseits vom Frieden und dann ausführlich von Krieg und Gewalt – wozu?

Seit 400 Jahren bezweifeln immer mehr Menschen die antike Weltdeutung der Heiligen Schriften.  Zweifel scheinen angebracht angesichts von religiösen Auseinandersetzungen, religiöser Bevormundung, Naturbeobachtungen und Naturkatastrophen.

Auf welcher Seite steht Gott – auf der Seite der Opfer? Oder der Täter? Muss man die Bibel wortwörtlich nehmen? Woher nehmen die Verzweifelten in der Bibel ihre Hoffnung? Wer kann angesichts des Leides der Welt auf die Allmacht Gottes hoffen?