Station: [691] Luthers Briefe aus Frankfurt

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In Worms findet 1521 ein Reichstag statt. Der Papst in Rom hat Dr. Martin Luther exkommuniziert. Der Kaiser zitiert den Mönch zum Reichstag nach Worms. Luther soll zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung nehmen. Auf dem Hin- und Rückweg nach und von Worms übernachtet Luther in Frankfurt. In Worms steht Martin Luther zu seinen Thesen. Er widerruft sie nicht. Das kaiserliche „Wormser Edikt“ folgt: Es erklärt Luther für vogelfrei und ordnet die Vernichtung seiner Schriften im Reich an. Der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise lässt Luther im Mai 1521 von Soldaten entführen. Sie bringen ihn auf die Wartburg. Dort ist Luther sicher und kann sich weiteren Studien widmen. Auf der Wartburg übersetzt er das Neue Testament. Aus Frankfurt schreibt Luther Briefe an seine Vertrauten Georg Spalatin und Lucas Cranach d. Ä. Die Briefe spiegeln Luthers Stimmung angesichts der zu erwartenden Ereignisse wider. Der Brief aus Frankfurt auf dem Weg nach Worms ist im Original erhalten, der zweite Brief vom Rückweg an Cranach liegt in einer Abschrift aus den 1550ger Jahren vor.