Wie kaum ein anderer Worpsweder Künstler ist Fritz Overbeck in seinem Selbstverständnis nicht nur Maler, sondern auch Radierer gewesen. Seine graphischen Arbeiten bilden einen Schwerpunkt seines Schaffens von Anfang an – und doch sind sie vielen Menschen heute unbekannt. Dabei schrieb der Dichter Hans Bethge schon 1904 über die Radierungen Fritz Overbecks, sie seien „die gewaltigsten und leidenschaftlichsten, die in Worpswede gemacht sind. Das Wilde, Mächtigbewegte der Naturspiele, den pfeifenden Wind im Moor und drohend sich auftürmende Gewitterwolken hat keiner mit solchem Temperament wie er auf die Platte zu bringen gewusst.“   Das künstlerische Verfahren der Radierung, bei dem eine Zeichnung in eine Kupferplatte geritzt, geätzt und anschließend im Druckverfahren auf Papier gepresst wird, gehört zu den aufwendigsten in der Kunst und verlangt hohe Präzision und Könnerschaft. Mit beeindruckender Sicherheit und großer künstlerischer Freiheit erarbeitete sich Fritz Overbeck in den Jahren vor und nach 1900 einen eigenen Stil in diesem anspruchsvollen Medium und erreichte eine bis heute faszinierende, fein ausdifferenzierte Darstellung von Worpsweder Motiven. Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb dazu im Jahr 1903: „Hier scheint es gelungen, den Sturm selbst zu einem Ding zu machen. Er füllt das ganze Bild aus, und Gräser, Büsche und Bäume scheinen nur seine Konturen zu sein.“   Das druckgraphische Werk Fritz Overbecks umfasst heute mehr als 60 erhaltene, teilweise großformatige Radierungen. Damit zählt er neben Heinrich Vogeler und Hans am Ende zu den drei wichtigsten Radierern in Worpswede. Das Overbeck-Museum gibt nun in einer großen Sonderausstellung mit mehr als 40 Radierungen einen umfassenden Überblick über das graphische Oeuvre des Künstlers.
10. Feb 2019 - 11:00
Alte Hafenstr 30
Bremen
28757
Deutschland

Aktueller Termin von "Overbeck-Museum"

Fritz Overbeck – Die Radierungen

10. Feb 2019 - 11:00 – 28. Apr 2019 - 18:00
Overbeck-Museum

Wie kaum ein anderer Worpsweder Künstler ist Fritz Overbeck in seinem Selbstverständnis nicht nur Maler, sondern auch Radierer gewesen. Seine graphischen Arbeiten bilden einen Schwerpunkt seines Schaffens von Anfang an – und doch sind sie vielen Menschen heute unbekannt. Dabei schrieb der Dichter Hans Bethge schon 1904 über die Radierungen Fritz Overbecks, sie seien „die gewaltigsten und leidenschaftlichsten, die in Worpswede gemacht sind. Das Wilde, Mächtigbewegte der Naturspiele, den pfeifenden Wind im Moor und drohend sich auftürmende Gewitterwolken hat keiner mit solchem Temperament wie er auf die Platte zu bringen gewusst.“

 

Das künstlerische Verfahren der Radierung, bei dem eine Zeichnung in eine Kupferplatte geritzt, geätzt und anschließend im Druckverfahren auf Papier gepresst wird, gehört zu den aufwendigsten in der Kunst und verlangt hohe Präzision und Könnerschaft. Mit beeindruckender Sicherheit und großer künstlerischer Freiheit erarbeitete sich Fritz Overbeck in den Jahren vor und nach 1900 einen eigenen Stil in diesem anspruchsvollen Medium und erreichte eine bis heute faszinierende, fein ausdifferenzierte Darstellung von Worpsweder Motiven. Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb dazu im Jahr 1903: „Hier scheint es gelungen, den Sturm selbst zu einem Ding zu machen. Er füllt das ganze Bild aus, und Gräser, Büsche und Bäume scheinen nur seine Konturen zu sein.“

 

Das druckgraphische Werk Fritz Overbecks umfasst heute mehr als 60 erhaltene, teilweise großformatige Radierungen. Damit zählt er neben Heinrich Vogeler und Hans am Ende zu den drei wichtigsten Radierern in Worpswede. Das Overbeck-Museum gibt nun in einer großen Sonderausstellung mit mehr als 40 Radierungen einen umfassenden Überblick über das graphische Oeuvre des Künstlers.

Infos:
http://www.overbeck-museum.de