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M: „Glückauf“ – 

F: … wir begrüßen Sie im Berg-Revier. So grüßten sich auch die Bergarbeiter zu Beginn und Ende einer Schicht. 

M: Die Zeche Waltrop war ein Steinkohlenbergwerk. 1903 wurden die beiden ersten Schächte gebaut, 1905 wurde die Förderung aufgenommen. Waltrop wurde eine schnell wachsende Bergbaustadt. Zählte das Städtchen um 1900 noch 4000 Einwohnerinnen und Einwohner waren es Mitte der 1970er-Jahre rund 25.000. 1979 wurde die Zeche geschlossen.

F: Ein Luftbild aus dem Jahre 1977 gibt einen Überblick über die Zeche Waltrop mit den beiden Fördergerüsten und den dazugehörigen Werksgebäuden. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz. 

M: Die vier lebensgroßen Puppen haben wir in typische Bergarbeiter-Kluft gekleidet.

F: Eine der Puppen trägt die Kleidung der Werkfeuerwehr. Die Mütze mit der silbernen Kordelschnur und die roten Ärmelstreifen am linken Unterarm weisen sie als Brandmeister aus. Auf dem Koppelschloss steht der Wahlspruch der Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

M: Zur normalen Arbeitskleidung gehörten Knieschützer, Schienbeinschoner, Staubmaske und am Leibriemen eine Ledertasche mit Verbandspäckchen. So haben wir eine weitere Puppe gekleidet. Und ohne eine Kaffeepulle ging es nicht auf Schicht. Das „Arschleder“, das zu jeder Bergmannstracht gehörte, diente unter anderem als Schutz gegen Kälte und Nässe beim Sitzen.

F: Eine weitere Puppe trägt eine weiße Arbeitskluft. Sie hält eine echte „Pannschüppe“, also eine Kohlenschaufel in der Hand. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war die Bergmannskleidung weiß.

M: Die Puppe der Grubenwehr trägt eine vollständige Einsatzausrüstung mit Sauerstoffgerät, Atemmaske und Verbindungsschläuchen zu einem Leichtmetall-Rückenkoffer. Das Abzeichen der Grubenwehr ist ein rotes Malteser-Kreuz mit zwei gekreuzten Hämmern, – dem Bergbausymbol „Schlägel und Eisen“.

F: Weiter führt Sie Ihr Rundgang durch die Tür in den nächsten Raum.


Fotos: © Trüpschuch und Heimatmuseum Waltrop