Aktuelle Museums-News von: "Fritz-Reuter-Literaturmuseum"

Sommerausstellung 2018 eröffnet

01. Aug 2018
Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Es war eine besondere Vernissage, mit der die Sommerausstellung im Fritz-Reuter-Literaturmuseum eröffnet wurde. Das gilt für die Bilder, die bis zum 23. September präsentiert werden, und das gilt ebenso für die Atmoshäre dieses sommerlichen Sonntagnachmittags - gab es doch gleich mehrere Überraschungen. Die Ausstellungsmacher zogen schon zur Ausstellungseröffnung ein rundweg positives Resümee, das durch viele Besucher, teils aus Greifswald, Neubrandenburg und Berlin, geteilt wurde. Die Ausstellungsmacher, das sind die Mitarbeiter des Museums und drei Freunde der schon 2010 verstorbenen Künstlerin.
Es waren die Freunde, die Ärztin und Psychotherapeutin Dr. Heike Bernhard, der Arzt Klaus-Dieter Ehmke und der Fotograf Robert Conrad, die gezielt auf das Museum zugekommen waren. Sie stellten eigene Bilder von Christa Eick zur Verfügung bzw. sorgten für die Leihgaben, aus denen für die Ausstellung ausgewählt werden konnte. Hängung und Gestaltung lagen dann in Museumshand. Die Ausstellungsinitiatoren mussten dabei das Vertrauen aufbringen, ihr ganz "persönliches Bild" von Christa Eick in die Hände der Stavenhagener zu geben, während das Museum das Wagnis einging, eine bisher weitgehend unbekannte Künstlerin zu präsentieren, wobei die kleine Schau, die immerhin 23 teils großformatige Bilder der in Neuendorf bei Griebenow geborenen Künstlerin zeigt, genau hier einen Anstoß zu geben versucht. Die erste Ausstellung nach dem Tod von Christa Eick versammenlt vor allem Bilder aus den 1980er und 90er Jahren, der zeit, die ihre Hauptschaffensperiode war, in der sie ganz für sich und ihre Kunst lebte. Darunter Stadtansichten von Jarmen, Greifswald und Berlin, weite Landschaften in Mecklenburg-Vorpommern sowie Akte und Porträts.mit Bezügen nach Berlin und Greifswald. Die Bandbreite der Motive bzw. ihre Umsetzung reicht von realistisch bis "geheimnisvoll".
Wer aber würde an einem solch schönen Sonntagnachmittag die Vernissage einer bisher nicht namhaften Malerin besuchen? Es hatten sich Stavenhagener aufgemacht, ebenso wie Gäste aus Malchin, Teterow, Neubrandenburg, Greifswald und Berlin.
Sie alle lauschten den einführenden Worten des Museumsdirektors, der sehr persönlichen Laudatio von Klaus-Dieter Ehmke und der überraschenden Musik von Beate Gatscha, die dem Nachmittag eine ganz eigene musikalische Färbung und Gestaltung, weit über eine bloße Umrahmung hinaus, hinzufügte.
Die Ausstellung endet am 23. September, dem Abschuß des diesjährigen Kulturherbstes in der Seenplatte, mit einer Finissage. Sie kann täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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