Aktuelle Museums-News von: "Fritz-Reuter-Literaturmuseum"

Vom Rotkäppchen, dem Tod und dem Knochengerüst - ein höchst lebendiger Abend auf dem Museumshof

05. Sep 2018
Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Wieder wurde der einladend gestaltete Museumshof zum Tummelplatz für Freunde des Museums (und von ÄtenDrinkenVertellenVerpusten). Die diesjährige Museumshoffete wurde dabei allen Erwartungen gerecht. Selbst der befürchtete Regen blieb aus, allein ein wenig mehr sommerliche Wärme am Abend hätte sich mancher gewünscht ...

Das von fleißigen Mitgliedern des Fördervereins Reuter-Museen gestaltete Buffet wurde seinem Ruf gerecht und bot vielfältigste lukullische Genüsse. Kein Wunder, dass es "mit Kanonendonner" eröffnet wurde. Für das Kulturprogramm war dieses Jahr das Dorftheater Siemitz gewonnen worden.

Sabine Zinnecker (als Schauspielerin, Puppenspielerin, Ausstatterin, Musikerin, Moderatorin und gediegene Animateurin) und Dietmar Staskowiak (als Regisseur, Spielleiter, Geräuschemacher und Pianist) spielten wie ein großes Ensemble auf und taten es dem imaginären Theaterdirektor ihres Puppenspiels gleich, der für die "Rotkäppchen"- Aufführung mehrere Protagonisten ersetzen musste. Zu großer Form lief auch das Publikum auf: Da wurde mitgesungen, mitphilosophiert, gezwitschert, geträllert und (natürlich streng nach Vorgabe) geschnarcht. Dabei und bei den gekonnt ausgewählten und interpretierten Liedern (u. a. mit überraschenden Heine- Texten), die das Theaterstück wunderbar rahmten und dem Abend zusätzliche Tiefe gaben, blieb kein Auge trocken. Bürgermeister Bernd Mahnke intonierte - sozusagen als Ehrenmitglied des Ensembles - die Wolfspfeife und "Doktor Eisenbart" assistierte als Chirurg am Wolfbauch. Ja, auch der Kanonendonner vom Biwak am Ivenacker Tor war da längst ins Stück integriert ...

Der Museumsdirektor hatte zu Beginn des Abends die Gelegenheit genutzt, kurz die anstehenden Vorhaben, u. a. die technischen und inhaltlichen Erneuerungsarbeiten an der Dauerausstellung vorzustellen und Stadt, Stadtverwaltung, Mitarbeitern, Förderverein und Unterstützern seinen Dank auszusprechen.

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