Bayerisches Nationalmuseum

Prinzregentenstraße 3, 80538 München, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Prinzregentenstraße 3
PLZ/Ort
80538 München
Land
Deutschland
Telefon
++49 89 211 24 01
Fax
++49 89 211 24 201

Web
http://www.bayerisches-nationalmuseum.de

Beschreibung

Im historischen Stadtraum Münchens präsentiert das Bayerische Nationalmuseum auf rund 13.000 m² kunst- und kulturhistorische Sammlungen, die besonders süddeutsche und europäische Skulptur sowie Kunsthandwerk umfassen und ursprünglich neben Bildung auch der Ausbildung des Handwerks dienen sollten.

 

Das Haus wechselte seinen Standort vom repräsentativen Forum der Maximilianstraße zu dem heute prägenden Bau an der Prinzregentenstraße, wo es seit 1900 in einem Ensemble zentraler Gebäudeteile untergebracht ist. Die Anlage wurde so konzipiert, dass unterschiedliche Kunststile und Epochen in jeweils eigenständigen Raumfolgen zur Geltung kommen; Fassaden- und Raumgestaltungen orientieren sich an historischen Stilrichtungen, ohne übermäßige Monumentalität zu beanspruchen.

 

Die Gründung geht auf eine Initiative des Königs Maximilian II. im 19. Jahrhundert zurück; der Name Bayerisches Nationalmuseum wurde von ihm festgelegt. Aus den anfänglichen Wittelsbacher Beständen entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte eine breit angelegte Sammlung, die durch systematische Ankäufe, Stiftungen und Übergaben kontinuierlich erweitert wurde. Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg konnten infolge frühzeitiger Auslagerungen und anschließender Wiederherstellungsarbeiten weitgehend behoben werden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie zu Beginn des 21. Jahrhunderts folgten Sanierungen, Erweiterungen für Werkstätten und Restaurierungsateliers sowie die schrittweise Rückkehr großer Bestandsgruppen in frisch aufgearbeitete Ausstellungsräume.

 

Die Dauerausstellung führt chronologisch von den Anfängen des Mittelalters bis zum Jugendstil. Im Hauptgeschoss stehen Gemälde, Holzskulpturen, Bronzen, mittelalterliche Elfenbeine, Tapisserien, Möbel, Waffen und Kunsthandwerk. Herausragend sind umfangreiche Gruppenwerke der Bildschnitzer Hans Multscher, Tilman Riemenschneider und Hans Leinberger. Zu den Kostbarkeiten zählt das Bamberg Antependium (um 1300). Die Waffensammlung dokumentiert Bestände aus vormals herrschaftlichen Harnischkammern. Obergeschoss und westlicher Flügel zeigen Klassizismus, 19. Jahrhundert, Jugendstil sowie Porzellan-, Musikinstrumenten- und Spielesammlungen; hier befindet sich auch das groß angelegte Hildesheimer Silberservice des 18. Jahrhunderts. Im Untergeschoss ergänzen volkskundliche Räume mit Bauernstuben und die international bedeutende Krippensammlung den Rundgang.

 

Das Museum betreibt darüber hinaus überregional verteilte Zweigmuseen in Bayern, die regionale Schwerpunkte pflegen und historische Gebäude museal nutzen.

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