QR-Codes und Audioguides im Wallfahrtsmuseum

Unsere Audioguides werden immer beliebter und werden zunehmend von kleinen Kultureinrichtungen und Heimatmuseen eingesetzt.

Beispiel Audioguide im Wallfahrtsmuseum

Zum Beispiel das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut macht seinen Besuchern ein zusätzliches, modernes Angebot: zu einzelnen Museumsobjekten gibt es nun Audioguides, also Führungen zum Anhören, die außerdem mit Bilderstrecken „unterfüttert“ sind. Per Smartphone oder Tablet werden die QR-Codes eingescannt und über den Link landet man dann auf dem Audioguide bei museum.de. Die ein- bis fünfminütigen Audio-Informationen liefern dem Museumsbesucher Hintergründe und einzelne Aspekte zu den Exponaten, welche ansonsten in der Ausstellung nicht darstellbar sind. Es sind etwa Original-Tonaufnahmen von Wallfahrten zu hören; anhand der Bilder werden Details sichtbar oder es werden vergleichbare Objekte gezeigt.

Die sogenannte „Schulmeistertafel“ zum Beispiel, ein Votivbild, das zehn Schul- und Jugendfreunde 1846 dem Neukirchener Gnadenbild widmeten, kann so mit Hilfe des Audioguides näher erläutert werden. Der Heimatforscher Ludwig Baumann hat sich auf die Spuren der zehn vornehmen Herren begeben und ist ihren Biografien nachgegangen. Die Ergebnisse hat Ludwig Baumann in einem Artikel für das Jahrbuch „Beiträge zur Geschichte im Landkreis Cham“ 2005 zusammengefasst. Im Audioguide-Beitrag und den Bildern wird kurz auf jeden der Lebensläufe eingegangen. Die „Schulmeistertafel“ wird so genannt, weil laut der Inschrift die zehn Freunde ihre „erste Schulbildung von einem damaligen Schulmeister, der sich mit Familie vorzüglich mit Holzschuhmachen ernähren musste“ erhielten.

Museumsleiter Günther Bauernfeind hat mittlerweile weitere sechs „Testversionen“ ausgearbeitet mit Informationen zum Museumsgebäude, zur Himmidadl-Figur, die um den Palmsonntag von Haus zu Haus getragen wurde, zum Heiligen Nepomuk, zu Wallfahrern auf dem Weg, zur ersten Wallfahrt aus Böhmen nach dem Zweiten Weltkrieg sowie zum Wallfahrerbrunnen auf dem Vorplatz des Museums.

Das Team von museum.de hat hier gerne unterstützend beraten.