Die Ausstellung zur zeitgenössischen Collage möchte eines der Schmuddelkinder der Kunstgeschichte ins Licht stellen. Ihre Vorteile mögen ihr häufig zum Nachteil gereicht haben. Sie ist weitgehend voraussetzungslos – Schere, Klebe und Papier genügen. Notfalls gehts auch mit der Hand statt der Schere. Die handwerkliche Voraussetzung erfüllt im Prinzip jeder. Ihr Reichtum aber in den Ausdrucksweisen, ihre oft große Kenntnis der Bildgeschichte spiegelnde Neigung zur Anspielung und ihre zumeist aus dem Schneiden sich herleitende Ferne zum Pathetischen in Form und Größe machen sie als Gegenausdruck zum Marktgeschrei des Spektakulären interessant. Die Nutzung fertiger Bildelemente fördert in Kombination mit der möglichen Produktionsgeschwindigkeit die assoziative, formal stimulierte Bildentwicklung und somit surreale Bildtendenzen, die rationale Bildorganisation überwinden. Dieser Bildprozess läuft der sonstigen Ausrichtung des gesellschaftlichen Lebens auf Verfahren, Berechenbarkeit und Wiederholbarkeit entgegen. Die Collage befriedigt enorm, weil eine zurückgedrängte menschliche Seite vehement angesprochen wird.Beteiligt sind Jan Brokof, Joanna Buchowska, Sebastian Haslauer, Natalie Huth, Gregor Kunz, Norika Nienstedt, Isabel Reitemeyer, Sabine Rémy, Heidi Sill, Sebastian Vaas, Jens Wortmann, K Young.Bildtitel: Sabine Remy – Tafel 14 Aus Gesundheitsatlas, 2019, Collage, 23 x 31 cm
05. May 2026 - 19:30
Moritzstraße 20, Das TIETZ
Chemnitz
09111
Deutschland

Aktueller Termin von "Neue Sächsische Galerie Chemnitz"

Collage - aktuelle europäische Positionen

05. May 2026 - 19:30 – 30. Aug 2026 - 17:00
Neue Sächsische Galerie Chemnitz

Die Ausstellung zur zeitgenössischen Collage möchte eines der Schmuddelkinder der Kunstgeschichte ins Licht stellen. Ihre Vorteile mögen ihr häufig zum Nachteil gereicht haben. Sie ist weitgehend voraussetzungslos – Schere, Klebe und Papier genügen. Notfalls gehts auch mit der Hand statt der Schere. Die handwerkliche Voraussetzung erfüllt im Prinzip jeder. 
Ihr Reichtum aber in den Ausdrucksweisen, ihre oft große Kenntnis der Bildgeschichte spiegelnde Neigung zur Anspielung und ihre zumeist aus dem Schneiden sich herleitende Ferne zum Pathetischen in Form und Größe machen sie als Gegenausdruck zum Marktgeschrei des Spektakulären interessant. Die Nutzung fertiger Bildelemente fördert in Kombination mit der möglichen Produktionsgeschwindigkeit die assoziative, formal stimulierte Bildentwicklung und somit surreale Bildtendenzen, die rationale Bildorganisation überwinden. Dieser Bildprozess läuft der sonstigen Ausrichtung des gesellschaftlichen Lebens auf Verfahren, Berechenbarkeit und Wiederholbarkeit entgegen. Die Collage befriedigt enorm, weil eine zurückgedrängte menschliche Seite vehement angesprochen wird.

Beteiligt sind Jan Brokof, Joanna Buchowska, Sebastian Haslauer, Natalie Huth, Gregor Kunz, Norika Nienstedt, Isabel Reitemeyer, Sabine Rémy, Heidi Sill, Sebastian Vaas, Jens Wortmann, K Young.

Bildtitel: Sabine Remy – Tafel 14 Aus Gesundheitsatlas, 2019, Collage, 23 x 31 cm

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