FARBE BEKENNEN! Die Sammlung Haniel im Museum Küppersmühle
Ab dem 8. Oktober 2026 präsentiert das MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst in Duisburg für ein Jahr die renommierte Sammlung Haniel. Zahlreiche der bedeutenden Werke waren bislang vor allem Mitarbeitenden und Geschäftspartnern am Unternehmenssitz zugänglich. Nun werden sie erstmals in einem öffentlichen Dialog mit der Sammlung Ströher präsentiert, die das MKM seit vielen Jahren prägt.
Die Sammlung Haniel entstand ab Anfang der 1980er-Jahre und wurde insbesondere durch Christian Graf Dürckheim und dessen Konzept „Informel und sein Umfeld“ geprägt. Im Mittelpunkt stehen herausragende Positionen der abstrakten und informellen Nachkriegskunst. Zu sehen sind Werke von Künstler*innen wie Corneille, Jean Fautrier, Lucio Fontana, Hans Hartung, Hans Hofmann, Yves Klein, Piero Manzoni, Otto Piene, Arnulf Rainer, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Pierre Soulages, Emilio Vedova, Fritz Winter und Wols. Mit Gerhard Richter, Katharina Grosse, Damien Hirst und Alicia Viebrock reicht die Sammlung bis in die Gegenwart.
Im Zusammenspiel mit der Sammlung Ströher entstehen neue Bezüge und Perspektiven auf die Kunst nach 1945. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Freiheit der Kunst: Die abstrakte und informelle Kunst der Nachkriegszeit steht für einen künstlerischen Aufbruch, der sich von äußeren Vorgaben löste und individuelle Ausdrucksformen suchte.
Die Präsentation macht zugleich sichtbar, wie aus privater Sammelleidenschaft ein kultureller Impuls für die Öffentlichkeit entstehen kann. Beide Sammlungen stehen beispielhaft für langfristiges kulturelles Engagement aus der Wirtschaft und zeigen, wie Kunst Räume für freie Perspektiven, gesellschaftlichen Austausch und offene Begegnung schaffen kann.

