Als Außenstelle des Verkehrsmuseums Nürnberg dokumentiert das DB Museum Halle (Saale) die Eisenbahngeschichte in Halle und bewahrt dort historische Fahrzeuge und technische Exponate.
Die Sammlung ist im Ringlokschuppen IV des ehemaligen Bahnbetriebswerks Halle P untergebracht. Der Schuppen entstand ab 1895 und umfasste zunächst neun Stände (heute Stand 9–17). Wegen größerer Lokomotiven wurde 1908 eine Erweiterung mit acht weiteren Ständen (heute Stand 1–8), längeren Gleisen, Arbeitsgruben und einer zentralen Rauchabführung mit zwei Schornsteinen vorgenommen. Eine Drehscheibe aus dem Jahr 1929 wurde 1987 rekonstruiert; die Brücke misst 23 Meter.
Ende 2025 wurde das Museum im Zuge von Sparmaßnahmen vorerst geschlossen und als nicht öffentliches Depot weiterbetrieben.
Das Ausstellungsprogramm konzentriert sich überwiegend auf Baureihen der Deutschen Reichsbahn vor und nach 1945. Zu sehen sind unter anderem die Dampflokomotiven 03 1010 (DR-Baureihe 03.10, Baujahr 1940), 41 185 (DR-Baureihe 41, Baujahr 1939) und die kohlenstaubgefeuerte 52 4900 (DR-Baureihe 52, Baujahr 1943) – die letzte braunkohlenstaubgefeuerte Dampflok Deutschlands. Die preußische T 8 89 1004 (Baujahr 1906) repräsentiert die erste in größerer Stückzahl gebaute Heißdampflokomotive des Landes. Ergänzt werden diese durch Diesellokomotiven wie V 23 001, 112 457-7, 130 101-9 sowie die nicht öffentlich ausgestellte 131 001-0, die V 180 118 802-4 und Denkmallokomotiven wie die Kö II 199 004. Ein historischer Triebwagen der Baureihe 186 (186 258, ex VT 135 110, Baujahr 1937) weist auf repräsentative Einsatzformen hin.
Elektrische Fahrzeuge sind mit E 11 001 und E 18 31 vertreten; mehrere Elektrolokomotiven befinden sich derzeit im Bahnbetriebswerk Lutherstadt Wittenberg. Nebenfahrzeuge umfassen unter anderem den Oberleitungsrevisionstriebwagen ORT 135.7 (708 006), das Akku-Schleppfahrzeug ASF 4 (LEW EL 16), einen Eisenbahndrehkran EDK 80/3 (1987) sowie einen Gleiskraftwagen der Baureihe SKL 24.
Im Ringlokschuppen ergänzen Signal- und Lokomotivtechnik, Relais, ein Fahrschalter einer E 44, ein Radreifenrohling der DR 18 201 und ein mikrorechnergesteuerter Fahrkartenautomat die Sammlung. Der Treibradsatz der 04 0015 steht an der historischen Drehscheibe des Museums.