Im kulturellen Gefüge von Günzburg in Schwaben nimmt das Heimatmuseum Günzburg die städtische Präsentation zur Regional- und Naturgeschichte wahr. Es zeigt Bestände zur Heimatkunde und zur Naturkunde und richtet sich an Besucher mit Interesse an regionaler Geschichte und Archäologie.
Die Wurzeln des Museums reichen bis zur Gründung des Historischen Vereins Günzburg im Jahr 1904. Die ersten Sammlungen wurden im Schulgebäude gezeigt; ab 1937 zog die Sammlung in den Südflügel des Schlosses. Dieser Standort und weite Teile der Sammlung gingen im April 1945 verloren. Nach dem Krieg öffnete das Museum 1958 erneut im ehemaligen Piaristenkolleg von 1757 in der Rathausgasse. Heute verteilen sich die Ausstellungen auf drei Etagen und 16 Räume mit einer Gesamtfläche von 670 m².
Inhaltlich liegen Schwerpunkte auf vorgeschichtlichen und provinzialrömischen Funden. Zu sehen ist außerdem ein originalmaßstäblicher Nachbau eines Abschnitts eines Gräberfeldes. Ergänzt werden die archäologischen Bestände durch eine mineralogisch-paläontologische Sammlung. Zur kulturellen Geschichte gehören zwei vollständig eingerichtete Biedermeierzimmer, ein Ausstellungsraum zur vorderösterreichischen Geschichte der Stadt sowie sakrale Kunst, historisches Mobiliar und volkskundliche Objekte. Abgerundet wird das Profil durch eine umfangreiche Spielzeugsammlung, die Einblicke in Alltagskultur und Kindheitsgeschichte der Region vermittelt.