Station: [3] Spindelprägewerk

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Spindelprägemaschinen werden zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Italien entwickelt. Auf der Alpennordseite wird das erste solche Werk um 1550 in Augsburg eingesetzt. Kurze Zeit später wollen auch die königlichen Münzstätten in Paris und London die Spindelprägung einführen; doch das scheitert am Widerstand des Prägepersonals. Die Münzarbeiter sehen durch die Einführung von Spindelprägewerken ihre Arbeitsplätze bedroht. Erst im Verlauf des 17. Jahrhunderts wird diese Technik schliesslich in allen grösseren Münzstätten eingeführt. Spindelprägewerke prägen nach den herkömmlichen Methoden einen Schrötling zwischen zwei Stempeln, aber die Prägung erfolgt jetzt durch Maschinenkraft. Mit dieser Methode können in der Minute bis zu 30 Münzen produziert werden. Als Antrieb dienen zuerst Menschen, Tiere oder Wasser, und später Dampf. Durch den Schwung der Arme haben Spindelprägewerke eine enorme Kraft. So erreichen sie eine klare und präzise Prägung. Dafür brauchen sie solide Fundamente, und können nur im Erdgeschoss oder im Keller aufgestellt werden.