Station: [16] Hundezähne

  • MoneyMuseum

In Analogie zu unserem westlichen Wertsystem könnte man sagen: Eberhauer wie die Nummer 30 und 31 gelten auf Papua-Neuguinea als Goldmünzen, und Hundezähne (Nummer 32 und 33) als Silbermünzen. Allerdings waren nur die Eckzähne als Geld gebräuchlich. Während Eberhauer als wertvolle Tauschobjekte noch heute im Einsatz sind, kam der Gebrauch von Hundezähnen als Geld um 1960 zum Erliegen. Bis dahin bestritt man in manchen Gegenden mit Hundezähnen die Brautzahlung. Für das Jahr 1876 haben wir Angaben zu zwei Brautzahlungen: in einem Fall betrug der Preis 100, im anderen 200 Hundezähne. Der Unterschied könnte daher stammen, dass die Brautzahlung aus verschiedenen Objekten bestand, wobei die Hundezähne nur einen Teil ausmachten. Vielleicht enthielt die Brautzahlung mit den 100 Hundezähnen mehr Schweine oder mehr Eberhauer als im zweiten Fall. Bei den Mafulu – einem Volk, das an den Abhängen zum Golf von Papua lebt – wurden auch Schweine mit Hundezähnen bezahlt. Der angemessene Preis bestand um 1900 in einer Kette von der Länge des Schweins, gemessen von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz.