Station: [5a] Salz Vertiefung

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Die äthiopischen Salzbarren, die Amolis, verdankten ihre Beliebtheit ihrer doppelten Verwendbarkeit als Tauschmittel und Rohstoff. Man konnte sie als Zahlungsmittel brauchen, aber bei Bedarf auch selbst konsumieren. Ihr Wert lag noch im 19. Jahrhundert recht hoch. So bekam man zum Beispiel: > für 3 Amolis ein Pferd > für 1 Amoli 8 bis 10 Hühner, oder 1 Kilogramm Tabak > für 1 bis 2 Amolis ein Schwein. Entsprechend ihrem hohen Wert wurden Amolis auch gefälscht. Hierzu wurde der Barren ausgehöhlt, mit wertlosem Material gefüllt und mit einer Mehl-Salzpaste wieder verschlossen. Die Echtheit konnte überprüft werden, indem man auf den Amoli klopfte – es sollte nicht hohl klingen – oder an ihm kratzte.