Station: [402] Schwurschädel

  • Hexenmuseum Schweiz

Schwurschädel 17. Jhd. Menschlicher Schädel ohne Unterkiefer, Auf der Kalotte geritzte, als Palindrom zu lesende Sator-Formel im Buchstabenquadrat lateinisch "Sator Arepo Tenet Opera Rotas" (" Der Schöpfer [=Sator/Sämann] [er]hält seine Werke"). Schwurschädel wurden im Mittelalter u.a. als Objekte der Gerichtsbarkeit genutzt und fanden später im Bereich der Wunderkammern ihren Platz. Der Effekt der Sator Formel ist unbekannt. Es gibt zahlreiche Deutungsversuche u.a. die Anordnung der Buchstaben zu einem zweifachen Pater Noster in Kreuzform um den Angelpunkt "N" sowie dem verbleibenden "A" und "O" (Alpha-Omega). Der älteste Fund mit der Sator-Formel stammt aus dem 1.Jh.n.Chr. aus Pompeji. Weitere frühe Zeugnisse stammen aus Cirencester, Manchester und dem Petersdom. Im Mittelalter erfuhr das Sator-Quadrat eine weite Verbreitung; es sollte u.a. vor Unheil schützen