Station: [603] Marie Anne Adelaide Lenormand (1772 -1843)

  • Hexenmuseum Schweiz

Marie Anne Adelaide Lenormand (1772 -1843) Die französische professionelle Wahrsagerin, mehr als 40 Jahren aktiv, erlangte sie in der napoleonischen Zeit beträchtlichem Ruhm. Sie lernte Karten und Hände lesen, als sie sehr jung war. Sie verwendete das Petit Etteila, das Thot Tarot und andere Karten. Ein paar Jahre nach ihrem Tod wurde das "Le Grand Jeu de Mile Lenormand" von Grimaud veröffentlicht. Diese Karten werden heute noch weitgehend genutzt, und sind fast so beliebt wie dasTarot. Lenormand hatte vielen berühmten Personen kartomanische Ratschläge erteilt, darunter den Führern der französischen Revolution (Marat, Robespierre und St-Just), Kaiserin Josephine, Napoleon und Zar Alexander. Im Jahr 1814 begann sie eine zweite, literarische Karriere und veröffentlichte viele Texte, was zu vielen öffentlichen Kontroversen führte. Lenormand warnte Kaiserin Josephine, Napoleon wolle sich scheiden lassen, bevor er dies irgendjemandem gesagt hatte. Napoleon, was so wütend, dass er sie ins Gefängnis befahl. Sie wurde mehr als einmal eingesperrt, aber nie sehr lange. In Frankreich galt sie als die größte Kartenlegerinnen aller Zeiten, die die im späten 18. Jahrhundert einsetzende Welle der französischen Kartomantie stark beeinflusste. In unserer Ausstellung zeigen wir einige Originalveröffentlichungen, zusammen mit Lenormand‘s originalem Deck von Etteila Tarotkarten und einer signierten Kopie ihres Buches von 1814.