Station: [7] Lamiarum Unguenta

  • Hexenmuseum Schweiz

Heilpflanzen spielten im volksmedizinischen Wissen eine zentrale Rolle. In schmerzlindernden und betäubenden Salben wurden einheimische Nachtschattengewächse verwendet, die halluzinogene Stoffe enthalten. Kräuter kamen sowohl beim Heilszauber als auch beim Schadenszauber der Hexen zur Anwendung. Hexen hexen mit bestimmten Zauberrequisiten wie Kräutern, Teilen des menschlichen oder tierischen Körpers wie zum Beispiel Haare, Nägel, Knochen, Urin oder mit allen Arten von Kriechtieren, die von jeher der Domäne des Teufels zugeordnet wurden. Hexen können angeblich aber auch durch blosse Berührung oder durch einen bösen Blick  Menschen und Tiere schädigen. Mit ihrem Schadenszauber verursachen sie angeblich nicht nur Krankheiten und Impotenz, sondern nehmen Einfluss auf die Natur und können Unwetter auslösen und so die Ernte schädigen. Unglücksfälle im Alltagsleben wurden schnell auf einen Schadenszauber zurückgeführt, der eine Hexe verursacht haben musste. Eine Verdächtige war oft bald gefunden.