Station: [34] Die Scheune


M: Treten Sie ein und schauen sich um. Gleich hinter dem Farrenstall lag die gemeindeeigene Scheune, in der das Heu für die Zuchtstiere gelagert wurde. Bei der Übernahme durch das Heimatmuseum wurde sie umfassend saniert und durch die Galerie ergänzt. 

F: Heute stellen wir Ihnen hier den bäuerlichen Alltag in Altenheim vor: Die ehemalige Scheune beherbergt die Sammlung der landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte. Und die waren vielfältig!
Sie sehen Wagen, Rechen, Sensen, Pflüge, Halfter, Körbe und an der Decke sogar einen geflochtenen Transportwagen für Küken und einen hölzernen Verschlag auf Rädern, in dem Ferkel auf den Markt gefahren werden konnten.

M: Die Altenheimer Landwirte bauten Getreide, Bohnen, Linsen, Rüben, Kartoffeln, Kürbis, Gurken, Schwarzwurzeln, Raps, Zichorien und natürlich Hanf und Tabak an. Doch dieses breite Spektrum ist in der Intensivierung der Landwirtschaft verlorengegangen.

F: Dabei erzählen auch die Feldprodukte von der Geschichte unseres Ortes und der Region! Die Zichorienpflanze beispielsweise kam am Ende des 18. Jahrhunderts mit dem Unternehmer Christian Trampler ins Ried. Er hatte in Lahr eine Fabrik gegründet, in der er „Muckefuck“, einen Ersatzkaffee herstellte – und zwar aus den gerösteten und gemahlenen Wurzeln der Zichorienpflanze. Trampler war sehr erfolgreich und auf den Altenheimer Äckern spross jahrzehntelang die blaublühende Pflanze mit ihren mächtigen Wurzeln. Zum Ausstechen dieser Wurzeln brauchte man spezielle Gabeln und zum Transport spezielle hohe Körbe. Machen Sie sich auf die Suche. Finden Sie diese längst vergessenen Gerätschaften hier bei uns in der Scheune?

 

 

Fotos: © Heimatmuseum Neuried