Station: [2] Lot und seine Töchter Holzmalerei mit Beize-Lasuren und Farbe auf Esche Maser, 2007
AAus der bernsteinfarbenen Olivenholz Maser heben sich von unten nach oben Figuren ab.
Erkennbar ist ein Greis zur linken, eine junge Frau mittig, ihre Augen geschlossen. Rechts ist eine Figur im Profil, die den Greis fordernd anspricht. Über der Gruppe erhebt sich eine weitere Figur mit gesengtem Blick und ausgebreiteten Flügeln – ein Engel. In der oberen rechten Bildecke erkennt man Gesichter, die sich vermengen und ineinander wachsen. Im Hintergrund erhebt sich eine Stadtsilhouette - die Stadt Sodom. Aus der lebendigen Maser des Holzes hat Helmut Frelke die alttestamentliche Geschichte herausgearbeitet, in welcher Lot, der vor der Stadt Sodom lebt, zwei sich maskierende Engel beherbergt, und diese vor einer wütenden Menge, die aus der Stadt strömt, schützen will und stattdessen seine Töchter anbietet. Um die Szene erkennbar zu machen, trägt der Künstler Schicht für Schicht von unterschiedlicher Beize auf, um das Holz aufzuhellen oder abzutönen. Stellenweiße kommt Farbe zum Einsatz, um präzise Konturen zu erreichen. Das Holz gibt einen dynamisch- fließenden Rhythmus vor, dem das Auge folgen und im Prozess eigene, nicht herausgearbeitete Formen und Figuren entdecken kann.
