Station: [2] Adlertor


Sie stehen vor dem Adlertor, dem mächtigen Eingang zur heutigen Burganlage.

Der Name Adlertor verweist auf das preußische Wappentier, den Königsadler. Hoch über dem Tor sehen Sie das Wappen auf einem Schild. Begleitet wird es vom hohenzollerischen Wahlspruch „Vom Fels zum Meer“. Dieser Spruch beschreibt den dynastischen Aufstieg der Hohenzollern vom 11. bis zum 19. Jahrhundert.

Darunter, im Giebelfeld, reitet Friedrich I. Er war ab 1415 der erste brandenburgische Kurfürst. Unter ihm halten eine zollerische Bracke und ein Nürnberger Löwe ein Band mit einer längeren Inschrift. Sie lautet: „Zollern Nürnberg Brandenburg im Bund baun die Burg auf alten Grund. Mich errichtet Preußens starke Hand. Adlerthor bin ich genannt. 1851.“

Diese Worte verweisen auf zweierlei. Sie erinnern an den Aufstieg des Hauses Hohenzollern. Und sie erzählen von der Baugeschichte der heutigen, dritten Burganlage.

Die erste Burg fiel im 15. Jahrhundert einer kriegerischen Auseinandersetzung zum Opfer. Kurz danach entstand an gleicher Stelle eine neue Burg. Doch auch sie blieb nicht bestehen. Im 18. Jahrhundert verfiel sie zur Ruine.

Erst König Friedrich Wilhelm der Vierte von Preußen ließ die Burg neu errichten. Von 1850 bis 1867 entstand die heutige, dritte Anlage. Sie sollte größer und schöner sein als die Beiden zuvor.

Schon hier, am Adlertor, zeigt sich also, wie eng an diesem Ort Geschichte, Herrschaftsanspruch und Baukunst miteinander verbunden sind.