Station: [6] Burghof
Sie stehen jetzt im Burghof der Burg Hohenzollern, 855 Meter über dem Meeresspiegel. Nach dem Torturm und der letzten Steigung öffnet sich hier das Herz der Anlage.
Links hinter Ihnen liegt der Burggarten "Unter den Linden". Er lädt bis heute zum Verweilen ein. Früher suchten hier Könige und Kaiser Ruhe. Heute können sich alle Besucher an diesem Ort eine Pause gönnen, mit einem frisch gezapften PREUßENS Pilsener und leckeren Speisen.
Vor Ihnen erhebt sich das dreiflügelige Hochschloss. Es ist im Stil der Neugotik erbaut. Im Mauerwerk erkennen Sie anhand der unterschiedlichen Steinfarben noch gut die Überreste der Vorgängerburgen. So wird die lange Geschichte dieses Ortes bei genauerer Betrachtung sichtbar.
Am Ende des linken Flügels sehen Sie die katholische St.-Michaels-Kapelle aus dem Jahr 1461. Beim Wiederaufbau im 19. Jahrhundert wurde sie in die Anlage integriert.
Davor steht ein Standbild von König Friedrich Wilhelm dem Vierten von Preußen. Er war der Bauherr der heutigen Burganlage.
Am Ende des rechten Flügels befinden sich das ehemalige Wehrhaus und die evangelische Christuskapelle. In diesem Gebäude sind heute die Verwaltung, Räume der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung, die Besucherinformation, das Restaurant und der Burg-Shop untergebracht. Und, ganz praktisch, auch die moderne Toilettenanlage.
In der Mitte des Burghofs steht die rund 300 Jahre alte Kanone Hermann. Sie ist wohl das meistfotografierte Ausstellungsstück der Burg Hohenzollern. Das Kanonenrohr wurde 1722 als Modell Nürnberger Feldschlange aus Bronze gegossen. Es war dem kaiserlichen Generalfeldmarschall Hermann Prinz von Hohenzollern-Hechingen gewidmet.
Getragen wird das Rohr von einer Lafette aus Eichenholz. Diese Lafette wurde in den vergangenen 300 Jahren sicher mehrmals erneuert. Zuletzt geschah das im Jahr 2023.
Rechts daneben führt eine Freitreppe in das erste Stockwerk. Über dem Aufgang wurde ein lebensgroßes Standbild des Grafen Jost Niklas des Ersten von Zollern angebracht. Er hält ein Modell der von ihm erbauten zweiten Burg des 15. Jahrhunderts in der Hand.
Wenn Sie sich hier einen Moment Zeit nehmen, zeigt sich der Burghof als ein Ort, an dem sich Geschichte, Architektur und heutiges Leben auf ganz direkte Weise begegnen.

