Station: [7] Stammbaumhalle
Willkommen in der Eingangshalle der Burg Hohenzollern, der sogenannten Stammbaumhalle.
Bleiben Sie hier einen Moment stehen und lassen Sie den Blick über die Wände gleiten. Diese schmückt ein gemalter Stammbaum der Hohenzollerndynastie. Schon beim ersten Betreten des Gebäudes sollte dieser Raum jedem Gast die Bedeutung und Macht der Familie vor Augen führen. Er erzählt die Geschichte der Familie auf einen Blick und führt Sie gleichzeitg durch fast tausend Jahre deutsche Geschichte.
Der Stammbaum beginnt an der Stirnwand, rechts neben dem Eingang. Dort setzt er mit der ersten urkundlichen Erwähnung der Dynastie im 11. Jahrhundert ein. Kurz darauf teilt er sich in zwei Linien. Da ist zum einen die schwäbische, rot dargestellte Linie. Zum anderen die fränkische, blau gezeigte Linie. Aus dem fränkischen Zweig ging später die brandenburgisch-preußische Linie hervor. Diese blaue Linie setzt sich an der benachbarten Wand rechts fort. Sie verläuft bis in die oberen Balkenfelder. Dort sind die preußischen Könige, die Deutschen Kaiser und ihre Nachfahren bis in die Gegenwart aufgeführt.
Im dritten Balkenfeld sehen Sie einen der heutigen Burgherren: Georg Friedrich Prinz von Preußen. Er ist der Chef des Hauses Hohenzollern. Seit dem 1. Januar 2026 ist er außerdem alleiniger Eigentümer der Burg.
Auch der rote schwäbische Zweig führt an dieser Wand weiter. Im 16. Jahrhundert teilt er sich noch einmal.
Rechts oben, im vierten Balkenfeld, endet er mit der heutigen Generation des schwäbischen Fürstenhauses. Dort finden Sie den zweiten Burgherren: Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern.
Links davon ist das rumänische Königshaus zu sehen, das ebenfalls zum Haus gehört.
So zeigt die Stammbaumhalle nicht nur Namen und Linien. Sie macht auch sichtbar, wie eng die Burg bis heute mit ihrer Familie verbunden ist. Seit nahezu 1000 Jahren dient die Burg Hohenzollern der Familie als zeitweiliger Wohnsitz. Für sie verkörpert die Burg bis heute ein Stück Heimat.
Deshalb ist diese Burg kein Museum im herkömmlichen Sinne. Sie ist ein geschichtsträchtiger und zugleich ausgesprochen lebendiger Ort.
Wenn Sie nun durch die große Flügeltür gehen, betreten Sie den Fest- und Speisesaal.

