„Jogginghose die eine in Pink“In der gegenwärtigen jüdischen Lyrik in Deutschland gilt Esther Dischereit als wichtige Stimme innerhalb der zweiten Generation nach der Shoa. Sie ist Lyrikerin, verfasst aber auch Prosa, Essays und Theaterstücke.In ihren Gedichten setzt sich Esther Dischereit vielfach mit Verbrechen und ihren Opfern auseinander. In ihrem Band „Blumen für Otello Über die Verbrechen von Jena“ thematisiert sie so in Form von Klageliedern die Mordserie des NSU ( „Nationalsozialistischer Untergrund“), schildert eindringlich das Leid von Opfern und Hinterbliebenen. Das Gedicht „In Memoriam Ante P.“ ist einem psychisch kranken Mann gewidmet, der nach einem Polizeieinsatz starb. Dabei nutzt sie prägnante Wortbilder, so etwa „Jogginghose die eine in Pink“.Dischereits lyrische Form ist häufig ein verknapptes Sprechen, die Überlappung des Alltäglichen mit Gewalt und nicht vergehenden Vergangenheiten. Sie nutzt abrupte Unterbrechung und umkreist immer wieder das Nicht-Gesprochene.Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn. Der Braunschweiger Germanist ist Präsident des Israel Jacobson Netzwerks.Die Veranstaltung wird von der Stadt Braunschweig gefördert und ist Teil des Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026.Abb.: Esther Dischereit (© Sandro Most) Der Eintritt ist frei.
25. Aug 2026 - 19:00
Steintorwall 14
Braunschweig
38100
Germany

Current event for "Städtisches Museum Braunschweig - Steintorwall"

Lyrik im Lichthof: Lesung und Gespräch mit Esther Dischereit im Rahmen der Sonderausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ und der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026

25. Aug 2026 - 19:00 – 25. Aug 2026 - 20:00
Städtisches Museum Braunschweig - Steintorwall

„Jogginghose die eine in Pink“

In der gegenwärtigen jüdischen Lyrik in Deutschland gilt Esther Dischereit als wichtige Stimme innerhalb der zweiten Generation nach der Shoa. Sie ist Lyrikerin, verfasst aber auch Prosa, Essays und Theaterstücke.
In ihren Gedichten setzt sich Esther Dischereit vielfach mit Verbrechen und ihren Opfern auseinander. In ihrem Band „Blumen für Otello Über die Verbrechen von Jena“ thematisiert sie so in Form von Klageliedern die Mordserie des NSU ( „Nationalsozialistischer Untergrund“), schildert eindringlich das Leid von Opfern und Hinterbliebenen. Das Gedicht „In Memoriam Ante P.“ ist einem psychisch kranken Mann gewidmet, der nach einem Polizeieinsatz starb. Dabei nutzt sie prägnante Wortbilder, so etwa „Jogginghose die eine in Pink“.

Dischereits lyrische Form ist häufig ein verknapptes Sprechen, die Überlappung des Alltäglichen mit Gewalt und nicht vergehenden Vergangenheiten. Sie nutzt abrupte Unterbrechung und umkreist immer wieder das Nicht-Gesprochene.
Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn. Der Braunschweiger Germanist ist Präsident des Israel Jacobson Netzwerks.

Die Veranstaltung wird von der Stadt Braunschweig gefördert und ist Teil des Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026.

Abb.: Esther Dischereit (© Sandro Most)

 

Der Eintritt ist frei.

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