Mo Diener - Hologramm
Das Verborgene ermöglicht Mo Diener absolute Sichtbarkeit. Nach zehn Jahren kollektiver Arbeit als Künstlerin, Aktivistin und Forscherin kehrt sie zu ihrer eigenen künstlerischen Stimme zurück und richtet den Blick auf das Vergangene: archivarisch auf ihr eigenes Werk und archäologisch auf verborgene Schichten vor Ort. Im Zentrum dieser Werkschau steht das Hologramm «Die Archäologin». Als audio-visuelle 3D-Erzählung fungiert es als Portal, das Besuchende unmittelbar in eine andere Zeit entführt. Entstanden im Dialog mit einer Archäologin, einem Flussvermesser und einer Musikerin bildet es den Ausgangspunkt einer Reise in die Zukunft, die durch einen spektakulären archäologischen Fund im Zugersee initiiert wurde. Um dieses zentrale Hologramm herum entfaltet sich ein vielschichtiger Kosmos. Durch das Zusammenspiel der Videos, Objekte und Fotografien aus vier Jahrzehnten ihrer Karriere eröffnet sich ein Raum, der Welten spekulativ sichtbar macht – sowohl in der Ausstellung als auch in der begleitenden Monografie (Scheidegger & Spiess, 2026). Gemeinsam mit archäologischen Funden aus Laufenburg und Umgebung entsteht ein Geflecht aus Forschung, visionären Träumen und dokumentarischen Spuren, in dem die Grenzen zwischen den Orten und Zeiten fliessend werden.

