Moderiertes Konzert: Musik jüdischer Komponisten aus drei Jahrhunderten
Mit Jascha Nemtsov, Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik in Weimar
Dieses besondere Konzert widmet sich Klavierwerken jüdischer Komponistinnen und Komponisten aus verschiedenen Regionen Europas und aus verschiedenen Epochen – von der Romantik bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Bogen spannt sich von Fanny Hensel-Mendelssohn bis zur heute in Deutschland lebenden Komponistin Sarah Nemtsov.
Die ausgewählten Werke spiegeln unterschiedliche Facetten jüdischer Identität wider: den Wunsch nach Assimilation im 19. Jahrhundert ebenso wie das Streben nach kultureller Autonomie und nationaler Renaissance zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einige der vertretenen Komponisten wurden Opfer der Shoah, verfolgt, entrechtet, aus ihrer Heimat vertrieben oder ermordet.
Allen Werken ist eines gemeinsam: ihre emotionale Kraft. Sie sind leidenschaftlich, tiefgründig, oft von existenzieller Intensität – Musik, die bewegt, berührt und niemanden gleichgültig lässt.
Interpret des Abends ist der Pianist und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov, Professor für Geschichte der jüdischen Musik an der Hochschule für Musik in Weimar. International renommiert als Experte für jüdische Musik und als Konzertpianist, verbindet er wissenschaftliche Kompetenz mit künstlerischer Ausdruckskraft. Bekannt für seine lebendige und kenntnisreiche Moderation, macht er seine Konzerte zu ebenso informativen wie eindrucksvollen Erlebnissen. Mit über 40 CD-Einspielungen – vielfach Ersteinspielungen wiederentdeckter Werke bedeutender verfolgter und vergessener Komponisten – hat Jascha Nemtsov maßgeblich zur Wiederentdeckung von Musik jüdischer Komponisten beigetragen.
Ein Konzert, das Erinnerung, Identität und künstlerische Exzellenz eindrucksvoll miteinander verbindet.
Bild: © Gregor Matthias Zielke
Im Eintrittspreis enthalten.

