Sonntagsführung im Archäologischen Museum Frankfurt: Kein „Schicksalsjahr“ 260 n. Chr.? Neues zum Ende des römischen Nida
Das „Schicksalsjahr“ 260 n. Chr. - lange galt es der Altertumsforschung als das Jahr, in dem die römische Herrschaft in Germanien rechts des Rheins endete: die römische Reichsgrenze, der Limes, von Germanen „überrannt“, Städte und Dörfer geplündert und verlassen, die Bevölkerung auf der Flucht - ein Epochenjahr, eine Zeitenwende!
Doch immer mehr Funde aus der römischen Stadt Nida (Frankfurt am Main-Heddernheim) lassen zumindest für das Rhein-Main-Gebiet Zweifel an diesem Krisenszenario aufkommen. Ein Rundgang durch die Römische Abteilung des Archäologischen Museums Frankfurt und die Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ beleuchtet anhand ausgewählter Funde die Situation im Rhein-Main-Gebiet in der Mitte des 3.Jahrhunderts n. Chr. Eine Geschichte, die viele verschiedene Aspekte besitzt – keineswegs nur kriegerische!
Foto: Ein Grab aus der Spätzeit von Nida: Stelle 77 aus dem Gräberfeld in der Heilmannstraße (Frankfurt am Main-Praunheim) (Foto: U. Dettmar; AMF).
Termin: Sonntag, 8. März 2026, 11:00 Uhr mit Dr. Carsten Wenzel, Kustos für Provinzialrömische Archäologie
Treffpunkt: Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1
Kosten: Eintritt ermäßigt EUR 5,00, Führungsgebühr: EUR 8,00/ermäßigt EUR 4,00 - Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Freunde des Archäologischen Museums Frankfurt zahlen nur die ermäßigte Führungsgebühr

