Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei raumgreifende künstlerische Installationen: Die zehn Meter lange, aus mehr als 150 Reisetaschen und Koffern bestehende »Koffermauer – Klagemauer« (1976 /78) von Raffael Rheinsberg (1943–2016) versperrt den Besuchern der Städtischen Galerie den Durchgang; die Installation »Migration VII« (1999) von Sabine Braun (*1967) wiederum umfasst mehr als 60 geöffnete Koffer mit fotografischen Leuchtkästen, die Wasseroberflächen und Porträts von Migranten zeigen. Diese beiden emotional aufgeladenen Werke nutzen die vielfältige Symbolik des Koffers. Obwohl sie in spezifischen historischen Situationen geschaffen wurden, sind ihre Aussagen ins Heute übertragbar. Neben den beeindruckenden künstlerischen Arbeiten wird in der Ausstellung eine vor Ort durchgeführte Recherche dokumentiert. Da Flucht ein ebenso hochaktuelles wie stets wiederkehrendes gesellschaftliches Phänomen darstellt, werden verschiedene Personengruppen einbezogen: aktuelle Flüchtlinge ebenso wie aus der DDR geflohene und nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebene Personen, die alle in Bietigheim-Bissingen leben. Und da Flucht ein sehr komplexes Thema ist, richtet die Ausstellung den Fokus auf einen spezifischen Aspekt: auf die Gepäckstücke und Gegenstände, die flüchtende Personen mit sich tragen. Neben Auszügen aus den geführten Interviews werden auch Gegenstände, die aus der Heimat mitgebracht wurden – Lebensnotwendiges ebenso wie Erinnerungsstücke –, in den Museumsräumen präsentiert. Die Ausstellung stellt damit existenzielle Fragen: nach unseren – im Wortsinn – Habseligkeiten ebenso wie nach dem Bedeutungsverlust von Besitz in einschneidenden Lebenssituationen wie Vertreibung und Flucht.   Begleitprogramm   Öffentliche Führungen jeweils Sonntag 29. Januar, 11.30 Uhr 12. Februar, 11.30 Uhr 26. Februar, 11.30 Uhr 12. März, 14.30 Uhr 26. März, 11.30 Uhr   Führung für Lehrkräfte Montag, 23. Januar, 17 Uhr   Pavillon-Kolleg in Kooperation mit den Aktiven Senioren Donnerstag, 9. Februar 14 Uhr Senioren-Seminar in Kooperation mit dem Dachverband für Seniorenarbeit, Freitag, 17. Februar 9.30 Uhr jeweils mit anschließendem Kaffee und Kuchen Anmeldung: 07142 51155 oder 775133   »...und wenn ich noch etwas hätte einpacken können...« Donnerstag, 16. März 18.30 Uhr Ausstellungsrundgang mit der Galerieleitung und Gespräche mit beteiligten Vertriebenen und Flüchtlingen · Eintritt frei   Workshops für Kinder und Jugendliche   »Ich packe meinen Koffer...« · Spiele und Geschichten zu Flucht, Vertreibung, Reise Samstag, 11. Februar 14.30 –17.30 Uhr, für Kinder von 8 bis 12 Jahren   Reiseerzählungen – Zeichne Deinen Comic! Samstag, 18. März 14.30 –17.30 Uhr, für Kinder von 8 bis 12 Jahren   Anmeldung für die Workshops: 07142 74-483   Wir danken den in Bietigheim-Bissingen Engagierten vom Ökumenischen Freundeskreis Asyl, vom Dachverband für Seniorenarbeit e.V. und vom Suryoye und Deutsche Verein für Integration und Kultur e.V.    
21. Jan 2017 - 00:00
Hauptstr. 60-64
Bietigheim-Bissingen
74321
Germany

Current event for "Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen"

»Was ich mit mir trage...« Gepäckstücke und ihre Fluchtgeschichten

21. Jan 2017 - 00:00 – 26. Mar 2017 - 00:00
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei raumgreifende künstlerische Installationen: Die zehn Meter lange, aus mehr als 150 Reisetaschen und Koffern bestehende »Koffermauer – Klagemauer« (1976 /78) von Raffael Rheinsberg (1943–2016) versperrt den Besuchern der Städtischen Galerie den Durchgang; die Installation »Migration VII« (1999) von Sabine Braun (*1967) wiederum umfasst mehr als 60 geöffnete Koffer mit fotografischen Leuchtkästen, die Wasseroberflächen und Porträts von Migranten zeigen. Diese beiden emotional aufgeladenen Werke nutzen die vielfältige Symbolik des Koffers. Obwohl sie in spezifischen historischen Situationen geschaffen wurden, sind ihre Aussagen

ins Heute übertragbar. Neben den beeindruckenden künstlerischen Arbeiten wird in der Ausstellung eine vor Ort durchgeführte Recherche dokumentiert. Da Flucht ein ebenso hochaktuelles wie stets

wiederkehrendes gesellschaftliches Phänomen darstellt, werden verschiedene Personengruppen einbezogen: aktuelle Flüchtlinge ebenso wie aus der DDR geflohene und nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebene Personen, die alle in Bietigheim-Bissingen leben. Und da Flucht ein sehr komplexes Thema ist, richtet die Ausstellung den Fokus auf einen spezifischen Aspekt: auf die Gepäckstücke und Gegenstände, die flüchtende Personen mit sich tragen. Neben Auszügen aus den geführten Interviews werden auch Gegenstände, die aus der Heimat mitgebracht wurden – Lebensnotwendiges ebenso wie Erinnerungsstücke –, in den Museumsräumen präsentiert. Die Ausstellung stellt damit existenzielle Fragen: nach unseren – im Wortsinn – Habseligkeiten ebenso wie nach dem Bedeutungsverlust von Besitz in einschneidenden Lebenssituationen wie Vertreibung

und Flucht.

 

Begleitprogramm

 

Öffentliche Führungen

jeweils Sonntag

29. Januar, 11.30 Uhr

12. Februar, 11.30 Uhr

26. Februar, 11.30 Uhr

12. März, 14.30 Uhr

26. März, 11.30 Uhr

 

Führung für Lehrkräfte

Montag, 23. Januar, 17 Uhr

 

Pavillon-Kolleg

in Kooperation mit den

Aktiven Senioren

Donnerstag, 9. Februar

14 Uhr

Senioren-Seminar

in Kooperation mit dem

Dachverband für Seniorenarbeit,

Freitag, 17. Februar

9.30 Uhr

jeweils mit anschließendem

Kaffee und Kuchen

Anmeldung:

07142 51155 oder 775133

 

»...und wenn ich noch

etwas hätte einpacken

können...«

Donnerstag, 16. März

18.30 Uhr

Ausstellungsrundgang mit

der Galerieleitung und

Gespräche mit beteiligten

Vertriebenen und Flüchtlingen

· Eintritt frei

 

Workshops für

Kinder und Jugendliche

 

»Ich packe meinen

Koffer...« · Spiele und

Geschichten zu Flucht,

Vertreibung, Reise

Samstag, 11. Februar

14.30 –17.30 Uhr, für Kinder

von 8 bis 12 Jahren

 

Reiseerzählungen –

Zeichne Deinen Comic!

Samstag, 18. März

14.30 –17.30 Uhr, für Kinder

von 8 bis 12 Jahren

 

Anmeldung für die

Workshops: 07142 74-483

 

Wir danken den in

Bietigheim-Bissingen Engagierten

vom Ökumenischen

Freundeskreis Asyl, vom

Dachverband für Seniorenarbeit

e.V. und vom Suryoye

und Deutsche Verein für

Integration und Kultur e.V.

 

 

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