Das Waldenburger Naturalienkabinett zählt zu den ältesten naturkundlichen Museen in Deutschland und umfasst unter anderem die bedeutende Sammlung von Kuriositäten aus dem Nachlass der Leipziger Apothekerfamilie Linck.
Das 1840 von Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg gegründete Museum diente von Anfang an der Öffentlichkeit, um „Aufklärung und Intelligenz zu vermehren und Anregung für die Geschichte der Naturwissenschaften zu bieten“. 1845/46 ließ der Fürst das noch heute als Museum genutzte Gebäude errichten. Die denkmalgeschützte Ausstellung mit originalen Vitrinen und über 8000 Exponaten, versetzt den Besucher zurück in die Zeit der Museumsgründung vor 180 Jahren, in ein „Museum im Museum“.
Zu sehen sind historische Tier- und Menschenpräparate, darunter die älteste Fischsammlung der Welt, Fossilien und Minerale, astronomische Instrumente, ägyptische Mumien, Ethnographica aus ehemaligen afrikanischen und pazifischen Kolonien sowie barocke Meisterwerke des Kunsthandwerks.
Seit 2018 ergänzt eine moderne Begleitausstellung im Erdgeschoss das historische Naturalienkabinett, die mit dem Sächsischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Als interaktive Erklärung der Geschichte und Sammlungen des Museums ist es besonders für den Familienbesuch geeignet und bietet viele Möglichkeiten zum Ausprobieren für Kinder und Erwachsene, die Kinder geblieben sind.
Der Eingang und die Begleitausstellung sind barrierefrei, das historische Naturalienkabinett im zweiten Stockwerk ist nur mit Treppen erreichbar.