Was heißt hier schön? Ideale Schönheit: Zwei Gemälde und eine Skulptur des Klassizismus
Kunstwerke im Martin von Wagner Museum laden zum Gespräch: Aufzeichnung vom Dienstag 02.06.2026 | 18:00 Uhr | Residenz, Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg Gespräch mit Prof. Dr. Mechthild Fend, Professorin für Kunstgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, Goethe-Universität Frankfurt.
Albrecht Dürer fehlten die Worte. »Was aber die Schönheit sei, das weiß ich nicht«, gestand sich der große Renaissancemaler und -denker ein. Trotzdem – oder gerade deswegen? – haben Dürer und unzählige andere Kunstschaffende Jahrhunderte vor ebenso wie nach ihm versucht, genau dies herauszufinden. Schönheit zu erspüren ist einer der Hauptantriebe jeglichen Kunstschaffens. Ausgehend vom Motto des Mozartfests 2026, legt das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg ein Gesprächsformat auf, um künstlerisch gestalteter Schönheit auf den Grund gehen. Jeden Dienstagabend wird ein Kunstwerk aus den eigenen Sammlungen in den Sälen der Gemäldegalerie präsentiert und steht im Zentrum eines Gesprächs über Kunst und Schönheit. Welcher Schönheitsbegriff dem jeweiligen Werk zugrunde liegt und welchen Wandlungen die Vorstellungen von Schönheit in der Kunst unterworfen waren, darüber diskutiert Prof. Dr. Damian Dombrowski, Direktor der Neueren Abteilung des Martin von Wagner Museums, mit wechselnden Expertinnen und Experten für die Epoche, aus der die Objekte jeweils stammen: Klassizismus, Renaissance und Barock, Mittelalter und Antike. Vielleicht ist am Ende eines Gesprächs sowie des Mozartfests 2026 dann trotzdem nicht mit Sicherheit zu sagen, »was aber die Schönheit sei«. Aber die These Albrecht Dürers, dass sie »vielen Dingen anhaftet«, dürfte Bestätigung finden. Die eine Schönheit gibt es nicht, sie ist so mannigfaltig wie die Kunst selbst.
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