Eröffnung und Kuratorenrundgang mit Julius Noack am 12.12.2026 um 18.00 Uhr Moderation: Stefan HöppnerMelancholie kennen fast alle, auch wenn sie rätselhaft scheint: Sie bleibt als „grundlose“ Traurigkeit, umfasst Weltschmerz und lähmenden Überdruss, ist Leiden der „Seele“ und Brüten über Tod, Verlust und Sinnlosigkeit; als Stimmung oder Atmosphäre wird sie in Filmen, Musik, Bildender Kunst oder Landschaften erspürt, die Diskussion der Melancholie in zahlreichen Disziplinen ist so alt wie vielfältig: Bevor Künstlerinnen und Künstler sie zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, prägten Medizin, Philosophie, Theologie, Astrologie, Anthropologie und Psychologie über Jahrhunderte und europaweit ihr Verständnis. Wie aber haben westfälische Autorinnen und Autoren Melancholie wahrgenommen und ausgedrückt? Gibt es eine „westfälische“ Färbung der Melancholie, eine besondere Form der Krise oder gar ein typisches Inventar melancholischer Zeichen? Können Ohnmacht, Enttäuschung und Sinnverlust möglicherweise überwunden werden – gibt es einen Ausweg aus dem Rückzug? Unsere Ausstellung „Westfalengrau. Melancholie und Literatur“ widmet sich diesen Fragen – und dieser berühmt-berüchtigten, dunklen Begleiterin: Wir zeigen faszinierende Beiträge westfälischer Autorinnen und Autoren und beleuchten diese einsame und doch verbindende Facette menschlicher Existenz: Zur Eröffnung liest Michael Roes aus seinem Buch „Melancholie des Reisens“. Michael Roes, geboren 1960 in Rhede, lebt als Autor und Filmemacher in Berlin; er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland sowie Preisträger des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises und zahlreicher weiterer Auszeichnungen. Die Ausstellung wird am 12.12.2026 um 18:00 Uhr eröffnet.Die Lesung von Michael Roes mit anschließender Diskussion startet um 19:30 Uhr.Der Eintritt ist frei
12. Dec 2026 - 18:00
Landrat-Predeick-Allee 1
Oelde
59302
Germany

Current event for "Kulturgut Haus Nottbeck"

Westfalengrau. Melancholie und Literatur - Ausstellung

12. Dec 2026 - 18:00 – 14. Feb 2027 - 18:00
Kulturgut Haus Nottbeck

Eröffnung und Kuratorenrundgang mit Julius Noack am 12.12.2026 um 18.00 Uhr Moderation: Stefan Höppner

Melancholie kennen fast alle, auch wenn sie rätselhaft scheint: Sie bleibt als „grundlose“ Traurigkeit, umfasst Weltschmerz und lähmenden Überdruss, ist Leiden der „Seele“ und Brüten über Tod, Verlust und Sinnlosigkeit; als Stimmung oder Atmosphäre wird sie in Filmen, Musik, Bildender Kunst oder Landschaften erspürt, die Diskussion der Melancholie in zahlreichen Disziplinen ist so alt wie vielfältig: Bevor Künstlerinnen und Künstler sie zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, prägten Medizin, Philosophie, Theologie, Astrologie, Anthropologie und Psychologie über Jahrhunderte und europaweit ihr Verständnis. Wie aber haben westfälische Autorinnen und Autoren Melancholie wahrgenommen und ausgedrückt? Gibt es eine „westfälische“ Färbung der Melancholie, eine besondere Form der Krise oder gar ein typisches Inventar melancholischer Zeichen? Können Ohnmacht, Enttäuschung und Sinnverlust möglicherweise überwunden werden – gibt es einen Ausweg aus dem Rückzug? Unsere Ausstellung „Westfalengrau. Melancholie und Literatur“ widmet sich diesen Fragen – und dieser berühmt-berüchtigten, dunklen Begleiterin: Wir zeigen faszinierende Beiträge westfälischer Autorinnen und Autoren und beleuchten diese einsame und doch verbindende Facette menschlicher Existenz: Zur Eröffnung liest Michael Roes aus seinem Buch „Melancholie des Reisens“. Michael Roes, geboren 1960 in Rhede, lebt als Autor und Filmemacher in Berlin; er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland sowie Preisträger des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises und zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

 

Die Ausstellung wird am 12.12.2026 um 18:00 Uhr eröffnet.
Die Lesung von Michael Roes mit anschließender Diskussion startet um 19:30 Uhr.

Der Eintritt ist frei

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