Station: [24] Siegburg und seine Stadtteile

  • Stadtmuseum Siegburg

Als die Abtei auf dem Michaelsberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst wurde, verschwand auch das kleine Territorium, das zu ihr gehört hatte. Wolsdorf und Troisdorf wurden selbständig - und natürlich auch die Stadt Siegburg. Mit Ausnahme des Dörfchens entlang der Aulgasse, der ehemaligen Töpfervorstadt, gab es damals keine Siegburger Vororte. Wer in Siegburg lebte, lebte innerhalb der Stadtmauer. Seit damals ist die Stadt deutlich gewachsen. Die Erweiterung des Dörfchens Driesch zu einem Siegburger Stadtteil und die Anfänge der Besiedelung auf dem Brückberg gehen auf das Wirtschaftswachstum im späten 19. Jahrhundert zurück. 1899 kam Wolsdorf zur Bürgermeisterei Siegburg zurück und in seinem Gefolge auch der Ortsteil Stallberg, der allerdings erst nach dem zweiten Weltkrieg systematisch besiedelt und erschlossen wurde. 1906 kam die Zange zur Stadt und bei der großen Gebietsreform des Jahres 1956 folgten die Ortsteile Schneffelrath, Schreck, Braschoß und Kaldauen [sprich: Kaldauen]. Kaldauen ist heute mit rund 10.000 Einwohnern der größte Ortsteil außerhalb der Innenstadt. Siegburgs jüngster Stadtteil ist gleichzeitig sein zweitältester: Das um das gleichnamige Kloster gelegene Örtchen SeligenthaI. Sein Name stammt von dem um 1230 gegründeten Minoritenkloster im "Tal der Seligen" ab.