Historisches Museum Frankfurt

Saalhof 1, 60311 Frankfurt, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Saalhof 1
PLZ/Ort
60311 Frankfurt
Land
Deutschland
Telefon
069-212-35154
Fax
069-212-30702

Web
http://www.historisches-museum-frankfurt.de
E-Mail
info@historisches-museum-frankfurt.de
Öffnungszeiten
Mo: geschlossen
Di: 10:00 – 18:00
Mi: 10:00 – 21:00
Do: 10:00 – 18:00
Fr: 10:00 – 18:00
Sa: 11:00 – 19:00
So: 11:00 – 19:00


Weitere Öffnungszeiten
saTOURday
Jeden letzten Samstag im Monat (außer im August) freier Eintritt

Öffnungszeiten an Feiertagen
DO 30.05.2019 11:00 — 19:00 Uhr (Christi Himmelfahrt)
MO 10.06.2019 11:00 — 19:00 Uhr (Pfingstmontag)
DI, 11.06.2019 10:00 – 18:00 Uhr (Wäldchestag)
DO 20.06.2019 11:00 — 19:00 Uhr (Fronleichnam)
SO 30.06.2019 geschlossen (IRON MAN)
Eintritt
Eintrittspreise ab 01.01.2019
Dauerausstellungen (HMF + Junges Museum): 8 € / ermäßigt 4 €
Wechselausstellung (HMF): 10 € / ermäßigt 5 €
Alle Ausstellungen: 12 € / ermäßigt 6 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren: Eintritt frei!
Gruppen ab 20 Personen (Vollzahler): ermäßigter Eintrittspreis (entsprechend der Auswahl der Ausstellungsbereiche)

Öffentliche Führungen: Eintritt zzgl. 3,00 € bzw. 6,00 € (Kurator / Dialog)
Ausleihe Multimedia-Guide: 3 €

Kartenzahlung (EC, Kreditkarte)
Akzeptiert.

Kinder
Kinder unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt

Behinderte
Menschen mit Behinderung ab 50 GdB erhalten ermäßigten Eintritt, Begleitpersonen erhalten freien Eintritt

Spezielle Kombitickets
MuseumsuferTicket: zwei aufeinanderfolgende Tage für alle teilnehmenden Museen Familien (2 Erwachsene und Kinder): 32 € Single: 21 €/erm. 12 € erhältlich in allen Frankfurter Museen und unter www.museumsufercard.de

Jahreskarte
MuseumsuferCard: 1 Jahr für alle teilnehmenden Museen Familien (2 Erwachsene und Kinder): 165 € Single 95 €/erm. 48 € erhältlich in allen Frankfurter Museen und unter www.museumsufercard.de

Beschreibung

12.9.2019 - 19.1.2020

Was ein Meisterwerk ist, glauben wir alle zu wissen und denken dabei an Dürer, Rembrandt und Velázquez. Aber was ist eigentlich ein Meisterstück? In Vergessenheit geraten ist, dass auch Maler einmal in Zünften organisiert waren und wie andere Handwerker zum Abschluss ihrer langen Ausbildung ihr Können mit einem Meisterstück beweisen mussten. Erst dann durften sie ihre Gemälde signieren, eine eigene Werkstatt führen und selbst ausbilden. Die Ausstellung des Historischen Museums widmet sich erstmals diesem vergessenen Thema der Künstlersozialgeschichte.

Die Schau vermittelt eine Vorstellung von der langen Ausbildung des Malers als zünftiger Handwerker bis ins 19. Jahrhundert. Als Lehrling und Geselle lernte er durch Nachahmung und ständige Wiederholung die Farben zu reiben, die Leinwände zu spannen und zu grundieren und einfache malerische Aufgaben auszuführen. Erfahrungen sammelten die Gesellen außerdem auf der Wanderschaft, die sie durch Deutschland oder ins Ausland führte. Um selbst Meister zu werden, schrieb die Zunftordnung dem Maler viele Bedingungen vor, darunter die Heirat, den Erwerb des Bürgerrechts, Geldzahlungen und oft auch die Anfertigung eines Meisterstücks.

Das Historische Museum Frankfurt besitzt eine für die Erforschung der Künstlersozialgeschichte in Deutschland einzigartige Sammlung von über 45 Meister- oder Probestücken aus der Zeit von 1631 bis 1858. Die Stadt Frankfurt verlangte von den Malern die Einlieferung des vorgeschriebenen Meister- oder Probestücks für die Ausstattung des Rathauses, des Römers. Diese Frankfurter Gemälde werden anderen Malermeisterstücken aus Nürnberg, Hamburg, Lübeck und Burghausen sowie Meisterstücken anderer Handwerke bis in die Gegenwart gegenübergestellt.

In der Ausstellung wird erstmals auch die Wahlstube des Römers rekonstruiert, die in den 1630er Jahren mit einem Gemäldezyklus, den frühesten Meisterstücken, ausgestattet wurde. Die Wahlstube war einer der wichtigsten diplomatischen Orte im Heiligen Römischen Reich; hier führten die Kurfürsten und ihre Gesandten die Verhandlungen für die Kaiserwahl und die Wahlkapitulation, hier fanden aber auch zahlreiche Reichstage und Konferenzen statt. Die Maler pflegten ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Zunft. Einerseits erwarteten sie von ihr den Schutz vor unliebsamer Konkurrenz von Kollegen wie den Weißbindern und Tünchern und von auswärtigen Malern, die auf den lukrativen Frankfurter Markt drängten: Die Ausstellung zeigt erstmals eine jüngst erforschte Gruppe von Meisterzeichnungen Frankfurter Weißbinder. Die Zunft selbst grenzte Künstler und vor allem Künstlerinnen wie Maria Sybilla Merian aus; andere, wie Matthäus Merian d.J. und Jacob Marrel, verweigerten sich ihren Ansprüchen. Beide Gruppen sind in der Ausstellung mit Beispielen prominenter Künstler vertreten.

Andererseits empfanden die Maler die strengen Zunftordnungen und die zünftige Ausbildung als nicht zeitgemäß: Ihrer Meinung nach gehörte die Malerei nicht zu den mechanischen, sondern zu den freien Künsten. So thematisiert die Ausstellung ebenfalls die Entwicklung der Ausbildung von der Malerzunft zur Kunstakademie. Ab dem 16. Jahrhundert versammelten sich Maler in ihren Ateliers zu privaten Akademien, um nach Originalen oder Gipsabgüssen von Antiken und nach dem Akt zu zeichnen und um sich über theoretische Aspekte der Kunst zu unterhalten. In Deutschland übte der in Frankfurt geborene Maler Joachim von Sandrart d.Ä. einen großen Einfluss auf diese Entwicklung aus.

In den europaweit gegründeten offiziellen Kunst- und Zeichenakademien wurde besonderes Gewicht auf die theoretische Ausbildung der Künstler gelegt. Die Lehre basierte auf dem Zeichnen nach dem Schönheitskanon (Antike) und nach dem Akt sowie nach den Prinzipien der Wissenschaft (Perspektive, Geometrie und Anatomie).Doch auch an der Akademie herrschten strenge Regeln: Hier ersetzte das Aufnahmestück das frühere Meisterstück der Zunft. Die Ausstellung im Historischen Museum zeichnet ein Bild dieser Entwicklung mit Thesenbildern, Gründungsallegorien, Akademieszenen und Aufnahmestücken. Lehrmaterial, das an Akademien eingesetzt wurde, vervollständigt das Bild.

Das letzte Kapitel der Ausstellung widmet sich den Versuchen einer Akademiegründung in Frankfurt und der Städelschule als bürgerlicher Kunstakademie, die in den ersten Jahrzehnten unter dem Einfluss der nazarenischen Kunstideale stand. Hier schließt sich ein Kreis: Die ersten Zunftmaler lieferten in den 1630er Jahren die Ausstattung der Wahlstube im Römer, die Maler der Städelschule und ihre Künstlerfreunde statteten in den 1840er und 1850er Jahren den Kaisersaal des Römers mit 52 Kaiserporträts aus.

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main als Kooperationspartner spannt den Bogen in die Gegenwart handwerklicher Meisterstücke: Die Ausstellung bringt Meisterstücke der Vergangenheit und Moderne zusammen. Sechs Männer und Frauen aus dem Handwerk in der Region zeigen, was ein handwerkliches Meisterstück heute auszeichnet. In der Schau sind die Meisterprüfungsstücke der Gewerke Maler und Lackierer, Schuhmacher, Goldschmied, Maßschneider, Hörakustiker und Zweiradmechaniker zu sehen.

Die Ausstellung „Meisterstücke – Vom Handwerk der Maler“ ist vom 12. September 2019 bis zum 19. Januar 2020 im Historischen Museum Frankfurt zu sehen.

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Trier und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

Gefördert von

Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Ernst von Siemens Kunststiftung
Kulturstiftung der Länder
Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung
Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung
Rudolf-August Oetker-Stiftung
Stiftung Giersch
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Idee

Andreas Tacke
 

HMF Ausstellungsbüro

Kurator, Projektleitung: Wolfgang P. Cilleßen
Kontakt: wolfgang.cillessen[at]stadt-frankfurt.de

Kuratorische Assistenz: Aude-Line Schamschula, Danica Brenner
Kontakt: a.schamschula[at]stadt-frankfurt.de

Presse- und Öffentlichkeistsarbeit: Karin Berrío
Kontakt: karin.berrio[at]stadt-frankfurt.de

Ort auf der Karte

Service

Besondere pädagogische Angebote für


Familien mit Kindern
Bei der Konzeption von Angeboten für diese Gruppen, achten wir darauf, dass Teilnehmer/innen jeden Alters davon profitieren können. Ein Angebot um auf gemeinsame Erkundungstour zu gehen ist die Kinderspur. Sie führt durch 12 Sammlerräume im Sammlermuseum. In der Dauerausstellung Frankfurt Einst? finden sich für interessierte Besucher/innen mit Kindern interaktive Stationen, die einzelne Objekte der Ausstellung erfahrbar machen. An ihrer orangenen Farbe sind die Stationen leicht zu erkennen.
Jugendliche, Schüler
Schulführungen In dialogischen Führungen werden – ausgehend von der Begegnung mit dem historischen Original und eigenem Erkunden – kunstgeschichtliche Highlights des Museums, kultur- und naturwissenschaftliche Objekte sowie die über 800-jährige Geschichte des Saalhofs erläutert. Stadtgänge für Schulklassen Bei den eigens konzipierten Stadtgängen werden stadtgeschichtliche Themen wie die Bedeutung Frankfurts als Wahl- und Krönungsort, Messe- und Handelsmetropole oder Ort politischen Handelns erlebbar.
Studenten
Studierende der Goethe-Universität Frankfurt, der Fachhochschule Frankfurt (Frankfurt School of Applied Sciences) und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) erhalten freien Eintritt
Menschen mit Behinderung
In unserem Haus sind verschiedenste soziale und kulturelle Gruppen, Menschen mit unterschiedlichsten geistigen und körperlichen Voraussetzungen willkommen, sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft Frankfurts auseinanderzusetzen – spontan und selbständig und nicht nur im Rahmen spezieller Programme. Ein tastbares Bodenleitsystem, taktile Stockwerkspläne und speziell aufbereitete Modelle ermöglichen blinden und sehbehinderten Besucher*innen den barrierefreien Besuch des Museums.

Anreise


Pkw-Parkplatz
Nein
Bus-Parkplatz
Nein
Anbindung ÖPNV
Ja, U-Bahnen U4, U5 (Dom / Römer) Straßenbahnen 11, 12 (Römer / Paulskirche) zu Fuß ca. 5 Minuten von den Haltestellen über den Römerberg Richtung Mainufer. S-Bahnen 1,2,3,4,5,6,8,9 bis Frankfurt-Hauptwache, ca. 10 Minuten Fußweg in Richtung Römer.

Unser Museum verfügt über


Garderobe
Nein
Schließfächer
Ja
Leihrollstühle & Rollatoren
Ja
Leihbare Kinderwagen und Babytragen
Ja
Baby-Wickelräume
Ja
WLAN
Ja, teilweise
Audioguide
Ja
öffentlich zugängliche Bibliothek/Archiv/Studienräume
Ja
Cafe/Restaurant
Ja
Museumsshop
Ja
Veranstaltungssaal/Vortragsräume (mietbar)
Ja
Hinweis bzgl. Haustiere (ggf. Hundebetreuung am Ort)
Blindenhund erlaubt
Hinweise zur Nutzung Ihres Smartphones, Fotografieren und Filmen
Ja
Führungen und Gruppenangebote
Ja, https://historisches-museum-frankfurt.de/de/fuehrungen
Erste Hilfe-Raum
Ja

Barrierefreiheit

Eingänge und Wege zum Gebäude


  • Zugang stufenlos
  • Zugang-Türbreite (in cm) 80
  • Leitsystem für sehbehinderte Menschen u.a. Taktil/ akustischer Lageplan
  • Bodenindikatoren

Aufzüge im Gebäude


  • Zugang stufenlos
  • Aufzug mit taktiler Schrift/Ansage
  • Aufzug-Türbreite (in cm) 90

Sonstiges


  • Behinderten WC

Beschriftung der Ausstellung


  • Beschriftung in Piktogrammen
  • Akustisch zugängliche Ausstellungsobjekte
  • Taktil zugängliche Ausstellungsobjekte

Führungen zu Dauer- und Sonderausstellungen


  • Tast-/Hörführungen
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Taktiles Bodenleitsystem
  • Barrierefreie Audioguides
  • Pädagogische Programme für Besucher mit Lernschwierigkeiten

Sonstiges


Zusätzliche Informationen zum Thema Barrierefreiheit
Barrierefreier Zugang über die Straße: Saalgasse.