Im mittelfränkischen Weißenburg präsentiert das Römermuseum Weißenburg die römische Geschichte am rätischen Limes in Bayern. Als Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München fungiert es zudem als Schwerpunktmuseum zum Rätischen Limes in Bayern und gehört zum Museumsnetzwerk „Antike in Bayern“.
Das Museum liegt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und umfasst einen Schutzbau, der über den 1977 entdeckten Großen Thermen des römischen Weißenburg errichtet wurde.
Seine Anfänge reichen auf eine Eröffnung als Heimatmuseum im Jahr 1931 zurück; die ersten Sammlungen basierten überwiegend auf den Grabungen der Reichs-Limeskommission. Eine grundlegende Umgestaltung fand 1964 statt. Nach dem Fund des Weißenburger Schatzes 1979 und dem Ankauf durch den Freistaat Bayern wandelte sich das Haus zum heutigen Römermuseum und wurde 1983 in der neuen Form eröffnet.
Zu den zentralen Beständen zählt der Weißenburger Römerschatz mit 114 Objekten antiken Kunsthandwerks, darunter 15 in Qualität und Erhaltungszustand außergewöhnliche Götterfiguren sowie silberne Votivtafeln, sakrale Gefäße, Alltagsgegenstände und Teile von Paradeausrüstung. Nach einer zweieinhalbjährigen Schließung und Neukonzeption wurde das Museum 2017 neu eröffnet: Im ersten Obergeschoss werden Funde aus dem gesamten bayerischen Limesgebiet gezeigt; das zweite Obergeschoss ist dem Schatzfund vorbehalten. Die Ausstellung beginnt mit Themen zur Provinzverwaltung, der Rolle des Kaisers und des Militärs und legt so den Fokus auf die römische Besiedlung nördlich der Donau, wobei Verbindungen zum gesamten Imperium als roter Faden erkennbar bleiben.
Im Erdgeschoss sind das Bayerische Limes-Informationszentrum sowie die Tourist-Information der Stadt untergebracht.