Station: [14] Bienenhaus


Ein Haus für die Bienen! In den fröhlich bunten Kästen an der Längsseite des Hauses lebten früher neun Bienenvölker. Dass die Kästen ausgerechnet blau, gelb und grün leuchten, ist kein Zufall: Bienen fliegen am liebsten gelbe und blaue Ziele an und reagieren auf komplexe Muster. Die Farbe Rot hingegen erkennen sie als Schwarz – und finden sie uninteressant.

Was ist eine Drohne? Welche Aufgabe hat die Königin? Und welchen Nutzen zieht der Mensch von den Bienen? Hier erfahren Sie es! Im Innenraum des kleinen Hauses erwartet Sie eine kleine Ausstellung zur Imkerei, also zur Bienenwirtschaft.

Die Imkerei ist seit jeher ein fester Bestandteil der Landwirtschaft. Die meisten Bauern hielten Honigbienen, wobei sich die den Tieren angebotenen Behausungen, die sogenannten Beuten, stetig weiterentwickelten.

Zu den ältesten Formen gehören die sogenannten Klotzbeuten. Wenn Sie sich in Richtung Bauerngarten wenden, sehen Sie solch eine Klotzbeute, wegen der Form auch „Bienenpilz“ genannt. Der vermeintliche Pilz besteht aus einem ausgehöhlten Eichenstamm, der als künstliche Nisthöhle für die Bienen diente – in diesem Fall mit verschließbarer Tür und Einflugöffnung. Es folgten Bienenkörbe aus geflochtenem Stroh, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts üblich waren.

Im 19. Jahrhundert kam der noch heute übliche Mobilbau auf, also die Unterbringung der Honigbienen in Holzkästen mit beweglichen Rähmchen zum Wabenbau. Um den Honig zu ernten, musste der Imker nun nicht mehr die Behausung seiner Bienen zerstören. Die Unterbringung der Kästen in so genannten Bienenhäusern bot Schutz vor Witterung wie vor Diebstahl und erleichterte die Arbeit des Imkers erheblich.

Alle Abbildungen: © Bauernmuseum Zabeltitz