200 Jahre Mithras in Frankfurt
Im Januar 1826, also vor genau 200 Jahren, wurde auf einem Acker zwischen Heddernheim und Praunheim der erste Mithras-Tempel auf dem Territorium der römischen Stadt Nida entdeckt. Nur wenige Wochen später wurde westlich vom ersten ein zweites Mithras-Heiligtum freigelegt. Ebenfalls an einem Januartag fand sich auf dem „Heidenfeld“ bei Grabungen am Südrand des christlichen Friedhofes ein weiteres Mithräum. 1928 wurde beim Bau der Wohnsiedlung „Römerstadt“ ein viertes Mithräum freigelegt. Zur Entdeckung eines fünften Mithräums kam es während des Baus der Nordweststadt in den 1960er Jahren.
Die Mithräen I und II gehören zu den ersten Mithras-Heiligtümern, die nördlich der Alpen ausgegraben wurden. Ihr Bestand an Steindenkmälern bildet gemeinsam mit denen aus dem 1887 entdeckten Mithräum III einen der bedeutendsten Funde in den Provinzen des Imperium Romanum und macht Nida/Frankfurt-Heddernheim/Praunheim seit gut 200 Jahren zu einem wichtigen Bezugspunkt der internationalen Mithras-Forschung.
Anlässlich des zweihundertjährigen Jahrestages der Entdeckung des ersten Mithras-Tempels in Nida im Januar 1826 gibt der Leitende Direktor des Archäologischen Museums Wolfgang David in einem Vortrag einen Einblick in die Geschichte und Bedeutung der Mithras-Funde, die auf heutigem Frankfurter Stadtgebiet zutage gekommen sind.
Referent: Dr. Wolfgang David, Direktor des Archäologischen Museums
Termin: Mittwoch, 28. Januar 2026, Beginn 18:30 Uhr
Kosten: Eintritt EUR 10,00/ermäßigt EUR 5,00, Vortragsgebühr EUR 5,00/ermäßigt EUR 3,00 – Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und die Freunde des Archäologischen Museums zahlen nur die ermäßigte Vortragsgebühr
Veranstaltungsort: Archäologisches Museum Frankfurt, Karmelitergasse 1
Bild: Mithras Kultbild, © AMF, U. Dettmar

