A Virtual Reality Dance Experience for Man and Machine Ein Ort, an dem Kunst und Technik zu völlig neuen Erfahrungen verschmelzen, an dem sich die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum, Darstellern und Publikum auflösen – von diesem „Totaltheater“ träumten vor hundert Jahren bereits die Bauhaus-Künstler Walter Gropius und Oskar Schlemmer, der Schöpfer des „Triadischen Balletts“. Jetzt lässt die Virtual-Reality-Inszenierung „Das Totale Tanz Theater“ diese Vision Wirklichkeit werden. Die unter der Federführung der Interactive Media Foundation konzipierte und realisierte Installation versetzt die Gäste in einen 400 Meter hohen Virtual-Reality-Dom. Mit VR-Brillen werden die Besucherinnen und Besucher des PalaisPopulaire zu Mitspielern in einem spektakulären Gesamtkunstwerk, das das Verhältnis von Mensch und Maschine im digitalen Zeitalter erkundet. „Das Totale Tanz Theater“ ist ein riesiger Bühnenraum, der sich in unendliche Höhen erstreckt. Begleitet von einer „Tanzmaschine“ werden die Mitspieler Teil einer interaktiven Choreografie, die der amerikanische Choreograf Richard Siegal entwickelt hat. Sie basiert auf 2 500 Einzelbewegungen von vier realen Tänzern, die digitalisiert wurden und so zu immer wieder neuen Bewegungsabläufen zusammengesetzt werden können. Aus dem Zusammenspiel der Bewegungen, den Interventionen der Teilnehmer und Algorithmen entstehen in „Das Totale Tanz Theater“ sich permanent verändernde Choreografien im virtuellen Raum. Jeder kann hier eine ganz eigene, interaktive Version der Inszenierung gestalten – oder die Fassung „Das Totale Tanz Theater 360“ zur Musik der Berliner Band Einstürzende Neubauten als 360-Grad-Video erleben. Das von einem interdisziplinär arbeitenden Team realisierte Projekt führt die Utopien des Bauhauses in ein absolut zeitgemäßes, immersives Tanzerlebnis fort. „Und nicht zuletzt sind Zeichen unserer Zeit die neuen Möglichkeiten, gegeben durch Technik und Erfindung, die oft völlig neue Voraussetzungen schaffen und die Verwirklichung der kühnsten Fantasien erlauben oder hoffen lassen“, erklärte Schlemmer 1924 in seiner Schrift „Mensch und Kunstfigur“, die Dirk Hoffmanns futuristisches Design für die Kostüme wie den „Technischen Organismus“ in „Das Totale Tanz Theater“ inspiriert hat. In der Bühnengestaltung treffen gleich zwei Strömungen der Moderne aufeinander: Wladimir Tatlins 1920 entworfenes „Monument der Dritten Internationale“, ein sich dynamisch 400 Meter in die Höhe schraubender Turm, das als einer der radikalsten Entwürfe der Russischen Avantgarde gilt. Und Walter Gropius’ Entwurf für das „Totaltheater“. Dieser Bau mit elliptischem Grundriss, den er 1926/27 gemeinsam mit dem Regisseur Erwin Piscator entwarf, sollte Platz für 2 000 Zuschauer bieten. Mehrere Bühnen hätten gleichzeitig bespielt werden können. Bewegliche Stellwände sollten feste Einbauten ersetzen, auf transparente Flächen wären Bilder oder Filme projiziert worden. Eine Vision, die viel davon vorwegnimmt, was im Theater heute erprobt wird. Weder Tatlins Turm noch Gropius’ Theater konnten damals realisiert werden, doch jetzt sind sie Teil der digitalen Architektur von „Das Totale Tanz Theater“ – ein außergewöhnliches Projekt, das historische Recherchen, State-of-the-art-Technologie von heute und künstlerische Visionen der Zukunft vereint. Das Totale Tanz Theater ist ein Projekt der Interactive Media Foundation und Filmtank, co-created mit Artificial Rome. Das Projekt wird gefördert durch den "Fonds Bauhaus heute" der Kulturstiftung des Bundes und das Medienboard Berlin-Brandenburg. Foto: © Interactive Media Foundation
15. Nov 2019 - 00:00
Unter den Linden 5
Berlin
10117
Germany

Current event for "PalaisPopulaire"

Das Totale Tanz Theater

15. Nov 2019 - 00:00 – 31. Jan 2020 - 00:00
PalaisPopulaire

A Virtual Reality Dance Experience for Man and Machine

Ein Ort, an dem Kunst und Technik zu völlig neuen Erfahrungen verschmelzen, an dem sich die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum, Darstellern und Publikum auflösen – von diesem „Totaltheater“ träumten vor hundert Jahren bereits die Bauhaus-Künstler Walter Gropius und Oskar Schlemmer, der Schöpfer des „Triadischen Balletts“. Jetzt lässt die Virtual-Reality-Inszenierung „Das Totale Tanz Theater“ diese Vision Wirklichkeit werden. Die unter der Federführung der Interactive Media Foundation konzipierte und realisierte Installation versetzt die Gäste in einen 400 Meter hohen Virtual-Reality-Dom. Mit VR-Brillen werden die Besucherinnen und Besucher des PalaisPopulaire zu Mitspielern in einem spektakulären Gesamtkunstwerk, das das Verhältnis von Mensch und Maschine im digitalen Zeitalter erkundet.

„Das Totale Tanz Theater“ ist ein riesiger Bühnenraum, der sich in unendliche Höhen erstreckt. Begleitet von einer „Tanzmaschine“ werden die Mitspieler Teil einer interaktiven Choreografie, die der amerikanische Choreograf Richard Siegal entwickelt hat. Sie basiert auf 2 500 Einzelbewegungen von vier realen Tänzern, die digitalisiert wurden und so zu immer wieder neuen Bewegungsabläufen zusammengesetzt werden können. Aus dem Zusammenspiel der Bewegungen, den Interventionen der Teilnehmer und Algorithmen entstehen in „Das Totale Tanz Theater“ sich permanent verändernde Choreografien im virtuellen Raum. Jeder kann hier eine ganz eigene, interaktive Version der Inszenierung gestalten – oder die Fassung „Das Totale Tanz Theater 360“ zur Musik der Berliner Band Einstürzende Neubauten als 360-Grad-Video erleben. Das von einem interdisziplinär arbeitenden Team realisierte Projekt führt die Utopien des Bauhauses in ein absolut zeitgemäßes, immersives Tanzerlebnis fort.

„Und nicht zuletzt sind Zeichen unserer Zeit die neuen Möglichkeiten, gegeben durch Technik und Erfindung, die oft völlig neue Voraussetzungen schaffen und die Verwirklichung der kühnsten Fantasien erlauben oder hoffen lassen“, erklärte Schlemmer 1924 in seiner Schrift „Mensch und Kunstfigur“, die Dirk Hoffmanns futuristisches Design für die Kostüme wie den „Technischen Organismus“ in „Das Totale Tanz Theater“ inspiriert hat. In der Bühnengestaltung treffen gleich zwei Strömungen der Moderne aufeinander: Wladimir Tatlins 1920 entworfenes „Monument der Dritten Internationale“, ein sich dynamisch 400 Meter in die Höhe schraubender Turm, das als einer der radikalsten Entwürfe der Russischen Avantgarde gilt. Und Walter Gropius’ Entwurf für das „Totaltheater“. Dieser Bau mit elliptischem Grundriss, den er 1926/27 gemeinsam mit dem Regisseur Erwin Piscator entwarf, sollte Platz für 2 000 Zuschauer bieten. Mehrere Bühnen hätten gleichzeitig bespielt werden können. Bewegliche Stellwände sollten feste Einbauten ersetzen, auf transparente Flächen wären Bilder oder Filme projiziert worden.

Eine Vision, die viel davon vorwegnimmt, was im Theater heute erprobt wird. Weder Tatlins Turm noch Gropius’ Theater konnten damals realisiert werden, doch jetzt sind sie Teil der digitalen Architektur von „Das Totale Tanz Theater“ – ein außergewöhnliches Projekt, das historische Recherchen, State-of-the-art-Technologie von heute und künstlerische Visionen der Zukunft vereint.

Das Totale Tanz Theater ist ein Projekt der Interactive Media Foundation und Filmtank, co-created mit Artificial Rome. Das Projekt wird gefördert durch den "Fonds Bauhaus heute" der Kulturstiftung des Bundes und das Medienboard Berlin-Brandenburg.

Foto: © Interactive Media Foundation

Infos:
https://dbpp.db.com/index_en.html