Seit 2002 vergibt die Marta Hoepffner Gesellschaft für Fotografie e.V. alle drei Jahre den „Marta Hoepffner Preis für Fotografie“ für zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografie. Das Thema für den 9. Preis lautet: „Hinter dem Spiegel“. In diesem Jahr ist der Preis zum ersten Mal zweimal vergeben worden: an Daniela Duckwitz und Zexuan Zeng.Die Eigenschaft des Spiegels scheint darin zu bestehen, ein Bild zu reflektieren und zugleich das Dahinterliegende zu verbergen. Doch was passiert,wenn wir die Oberfläche durchbrechen? Oft liegen tiefere Wirklichkeiten und verdrängte Bilder im Verborgenen. Die Fotografie – insbesondere die Schwarzweißfotografie – besitzt die Kraft, genau diese unsichtbaren Schichten an die Oberfläche zu holen. Sie wird selbst zu einer Spiegelungder Welt, die das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verbindet. Die Einsendungen zum 9. Marta Hoepffner- Preis zeichnen sich durch eine beeindruckende Vielfalt individueller und zugleich gesellschaftlicher Themen aus. Sie befassen sich u. a. mit Fluchterfahrung, Krieg und Migrationsgeschichte. Neben persönlichen Erinnerungen und Aspekten der eigenen Familiengeschichte spielt aber auch die Auseinandersetzung mit Natur, Mystik und Spiritualität eine Rolle.Die Preisträgerin Daniela Duckwitz untersucht das Wesen von Erinnerung. Sie interessiert, wie Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar wird. Ihre Serie „frur“ thematisiert das Einfrieren von Erinnerungen im Bild. Auch der Preisträger Zexuan Zeng setzt sich mit der Vergangenheit auseinander. Er versteht die Fotografie bzw. die Kamera nicht als Werkzeug zur Abbildung von Wirklichkeit, sondern verweist auf die Konstruktion von Realität. Erinnerung und Identität, Verlust und Traumata sind zentrale Themen der in der Ausstellung präsentierten fotografischen Arbeiten.In der Ausstellung werden die Arbeiten der beiden Preistragenden Daniela Duckwitz und Zexuan Zeng zusammen mit Fotografien von Jule Ehlenz, Alime Ertürk, Jette Held, Cenney Höhn, Reyhan Kolosoglu, Alexander Meyer und Anika Spereiter präsentiert.Fotografien von Marta Hoepffner Im Rahmen der Ausstellung werden auch Werke der Namensgeberin gezeigt. Im räumlichen Gegenüber treten ihre Arbeiten in einen Dialog mit zeitgenössischen Positionen in der Schwarzweißfotografie.Kabinettausstellung - Preistragende der Jahre 2002-2023Erstmals werden aus der Sammlung des Stadtmuseums Hofheim auch die acht bisherigen Preistragenden des Marta Hoepffner-Preises für Fotografie gemeinsam in einer zusätzlichen Ausstellung gezeigt. Die Arbeiten wurden dem Stadtmuseum Hofheim durch den Initiator des Preises, dem Damen Lions Club Hofheim Rhein-Main als Schenkung überlassen oder als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Präsentiert werden ausgezeichnete Arbeiten von Martin Brockhoff (2002), Marcin Nowicki (2005), Stephanie Tiedemann (2008), Christian Werner (2011), Christian Retschlag (2014), Chris Becher (2017), Nikolaus Stein (2020) und Iden Sungyoung Kim (2023).
12. Jul 2026 - 12:00
Burgstraße 11
Hofheim
65719
Deutschland

Aktueller Termin von "Stadtmuseum Hofheim am Taunus"

Hinter dem Spiegel. 9. Marta Hoepffner-Preis für Fotografie

12. Jul 2026 - 12:00 – 30. Aug 2026 - 11:58
Stadtmuseum Hofheim am Taunus

Seit 2002 vergibt die Marta Hoepffner Gesellschaft für Fotografie e.V. alle drei Jahre den „Marta Hoepffner Preis für Fotografie“ für zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografie. Das Thema für den 9. Preis lautet: „Hinter dem Spiegel“. In diesem Jahr ist der Preis zum ersten Mal zweimal vergeben worden: an Daniela Duckwitz und Zexuan Zeng.

Die Eigenschaft des Spiegels scheint darin zu bestehen, ein Bild zu reflektieren und zugleich das Dahinterliegende zu verbergen. Doch was passiert,
wenn wir die Oberfläche durchbrechen? Oft liegen tiefere Wirklichkeiten und verdrängte Bilder im Verborgenen. Die Fotografie – insbesondere die Schwarzweißfotografie – besitzt die Kraft, genau diese unsichtbaren Schichten an die Oberfläche zu holen. Sie wird selbst zu einer Spiegelung
der Welt, die das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verbindet. Die Einsendungen zum 9. Marta Hoepffner- Preis zeichnen sich durch eine beeindruckende Vielfalt individueller und zugleich gesellschaftlicher Themen aus. Sie befassen sich u. a. mit Fluchterfahrung, Krieg und Migrationsgeschichte. Neben persönlichen Erinnerungen und Aspekten der eigenen Familiengeschichte spielt aber auch die Auseinandersetzung mit Natur, Mystik und Spiritualität eine Rolle.

Die Preisträgerin Daniela Duckwitz untersucht das Wesen von Erinnerung. Sie interessiert, wie Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar wird. Ihre Serie „frur“ thematisiert das Einfrieren von Erinnerungen im Bild. Auch der Preisträger Zexuan Zeng setzt sich mit der Vergangenheit auseinander. Er versteht die Fotografie bzw. die Kamera nicht als Werkzeug zur Abbildung von Wirklichkeit, sondern verweist auf die Konstruktion von Realität. Erinnerung und Identität, Verlust und Traumata sind zentrale Themen der in der Ausstellung präsentierten fotografischen Arbeiten.

In der Ausstellung werden die Arbeiten der beiden Preistragenden Daniela Duckwitz und Zexuan Zeng zusammen mit Fotografien von Jule Ehlenz, Alime Ertürk, Jette Held, Cenney Höhn, Reyhan Kolosoglu, Alexander Meyer und Anika Spereiter präsentiert.

Fotografien von Marta Hoepffner 

Im Rahmen der Ausstellung werden auch Werke der Namensgeberin gezeigt. Im räumlichen Gegenüber treten ihre Arbeiten in einen Dialog mit zeitgenössischen Positionen in der Schwarzweißfotografie.

Kabinettausstellung - Preistragende der Jahre 2002-2023

Erstmals werden aus der Sammlung des Stadtmuseums Hofheim auch die acht bisherigen Preistragenden des Marta Hoepffner-Preises für Fotografie gemeinsam in einer zusätzlichen Ausstellung gezeigt. Die Arbeiten wurden dem Stadtmuseum Hofheim durch den Initiator des Preises, dem Damen Lions Club Hofheim Rhein-Main als Schenkung überlassen oder als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. 

Präsentiert werden ausgezeichnete Arbeiten von Martin Brockhoff (2002), Marcin Nowicki (2005), Stephanie Tiedemann (2008), Christian Werner (2011), Christian Retschlag (2014), Chris Becher (2017), Nikolaus Stein (2020) und Iden Sungyoung Kim (2023).

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