Künstler:innen:Joshua CitarellaGanslmeier&ZibelnikBen GrosserPlayfoolOguz SenIn Kooperation mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena) und dem DFG-Graduiertenkolleg Ästhetik der Demokratie der Goethe-Universität Frankfurt und der TU DarmstadtPropaganda in der Ära des „Post-Truth“ ist laut, schnell und emotional. Auf der Straße wie im Netz tobt ein Kampf um die Köpfe. Ein Kulturkampf, in dem es um konträre Weltbilder geht. Es geht um Auffassungen davon, wer dazugehört und wer ausgeschlossen wird, wer wir glauben zu sein und sein zu wollen, und schlussendlich auch darum, wer über wen bestimmt. Aus den Internetforen ist dieser Kampf bereits an den Wahlurnen angekommen. Und das weltweit. Flooding the zone with shit and see what sticks lautet das Programm des autoritären Populismus. Der öffentliche Raum wird mit Behauptungen, Provokationen, widersprüchlichen Erzählungen und lustig-ätzenden Memes geflutet. Auf digitalen Plattformen finden solche Inhalte besonders leicht Verbreitung: Was Aufmerksamkeit erzeugt, wird geklickt und geteilt. Wie und wo begegnet uns Propaganda heute? Mit welchen Strategien, Ästhetiken und Techniken wird um die Überzeugungen und Meinungen der Menschen gekämpft? Wer bestimmt, welche Erzählungen sich durchsetzen? Welche Akteur:innen profitieren davon, sowohl politisch wie finanziell? Jedes Gerücht und jede Neuigkeit erzeugt Gewinn und Verlust: It’s about money, stupid!Wir haben sieben international anerkannte Künstler:innen eingeladen, die seit Jahren Propaganda und Onlinesubkulturen intensiv erforschen. Sie bewegen sich in den unübersichtlichen und affektgetriebenen Gemeinschaften im Netz und sind tief in die Rabbit Holes der chaotischen Bild- und Ideologiewelten eingetaucht. Ben Grosser schaut auf die Aussagen in den Manifesten der Tech-Ideologen und legt die manipulative Kraft von Benutzeroberflächen offen. Joshua Citarella kartiert die politischen Ideologien der Generation Z und übersetzt sie in politische Analysen und physische Werke. Ganslmeier & Zibelnik machen sichtbar, wie algorithmische Feeds das Bedürfnis von Jugendlichen nach Zugehörigkeit, Fitness und Selbstoptimierung bedienen und Radikalisierung fördern. Wie sich auf Knopfdruck massenhaft Inhalte im Netz veröffentlichen lassen, zeigt die Arbeit des Künstler:innenduos Playfool. Oguz Sen steht für eine radikale anti-elitäre Haltung und für einen Begriff von Kunst als kollektiver Prozess.Wie so oft stellen wir uns kritischen Fragen unserer Zeit sowohl durch den Blick von Künstler:innen als auch durch die Methodik der Wissenschaften. Hierzu konnten wir das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, IDZ Jena und das Graduiertenkolleg Ästhetik der Demokratie der Goethe-Universität Frankfurt mit der TU Darmstadt als Kooperationspartner:innen gewinnen. Sie tragen Wissen und Exponate über Propaganda und Radikalisierung im Netz bei. Den Teilnehmenden ist es auf einzigartige Weise gelungen, die Ästhetiken, Funktionsweisen und Technologien heutiger Propaganda in sinnlich erfahrbare Werke zu übersetzen. Wir befinden uns mitten im Strom der Ereignisse und versuchen, die Bilder, Affekte und politischen Verschiebungen, mit denen Wirklichkeit heute hergestellt wird, gemeinsam zu benennen. Der Frankfurter Kunstverein will mit dieser Ausstellung ein möglicher Gegenraum zur gesellschaftlichen Atomisierung sein. 
14. Nov 2026 - 11:00
Markt 44
Frankfurt
60311
Germany

Current event for "Frankfurter Kunstverein"

Propaganda – Flooding the Zone with Shit – It’s About Money, Stupid!

14. Nov 2026 - 11:00 – 07. Mar 2027 - 19:00
Frankfurter Kunstverein

Künstler:innen:

Joshua Citarella
Ganslmeier&Zibelnik
Ben Grosser
Playfool
Oguz Sen

In Kooperation mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena) und dem DFG-Graduiertenkolleg Ästhetik der Demokratie der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt

Propaganda in der Ära des „Post-Truth“ ist laut, schnell und emotional. Auf der Straße wie im Netz tobt ein Kampf um die Köpfe. Ein Kulturkampf, in dem es um konträre Weltbilder geht. Es geht um Auffassungen davon, wer dazugehört und wer ausgeschlossen wird, wer wir glauben zu sein und sein zu wollen, und schlussendlich auch darum, wer über wen bestimmt. Aus den Internetforen ist dieser Kampf bereits an den Wahlurnen angekommen. Und das weltweit. 

Flooding the zone with shit and see what sticks lautet das Programm des autoritären Populismus. Der öffentliche Raum wird mit Behauptungen, Provokationen, widersprüchlichen Erzählungen und lustig-ätzenden Memes geflutet. Auf digitalen Plattformen finden solche Inhalte besonders leicht Verbreitung: Was Aufmerksamkeit erzeugt, wird geklickt und geteilt. 

Wie und wo begegnet uns Propaganda heute? Mit welchen Strategien, Ästhetiken und Techniken wird um die Überzeugungen und Meinungen der Menschen gekämpft? Wer bestimmt, welche Erzählungen sich durchsetzen? Welche Akteur:innen profitieren davon, sowohl politisch wie finanziell? Jedes Gerücht und jede Neuigkeit erzeugt Gewinn und Verlust: It’s about money, stupid!

Wir haben sieben international anerkannte Künstler:innen eingeladen, die seit Jahren Propaganda und Onlinesubkulturen intensiv erforschen. Sie bewegen sich in den unübersichtlichen und affektgetriebenen Gemeinschaften im Netz und sind tief in die Rabbit Holes der chaotischen Bild- und Ideologiewelten eingetaucht. 

Ben Grosser schaut auf die Aussagen in den Manifesten der Tech-Ideologen und legt die manipulative Kraft von Benutzeroberflächen offen. Joshua Citarella kartiert die politischen Ideologien der Generation Z und übersetzt sie in politische Analysen und physische Werke. Ganslmeier & Zibelnik machen sichtbar, wie algorithmische Feeds das Bedürfnis von Jugendlichen nach Zugehörigkeit, Fitness und Selbstoptimierung bedienen und Radikalisierung fördern. Wie sich auf Knopfdruck massenhaft Inhalte im Netz veröffentlichen lassen, zeigt die Arbeit des Künstler:innenduos Playfool. Oguz Sen steht für eine radikale anti-elitäre Haltung und für einen Begriff von Kunst als kollektiver Prozess.

Wie so oft stellen wir uns kritischen Fragen unserer Zeit sowohl durch den Blick von Künstler:innen als auch durch die Methodik der Wissenschaften. Hierzu konnten wir das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, IDZ Jena und das Graduiertenkolleg Ästhetik der Demokratie der Goethe-Universität Frankfurt mit der TU Darmstadt als Kooperationspartner:innen gewinnen. Sie tragen Wissen und Exponate über Propaganda und Radikalisierung im Netz bei. 

Den Teilnehmenden ist es auf einzigartige Weise gelungen, die Ästhetiken, Funktionsweisen und Technologien heutiger Propaganda in sinnlich erfahrbare Werke zu übersetzen. Wir befinden uns mitten im Strom der Ereignisse und versuchen, die Bilder, Affekte und politischen Verschiebungen, mit denen Wirklichkeit heute hergestellt wird, gemeinsam zu benennen. Der Frankfurter Kunstverein will mit dieser Ausstellung ein möglicher Gegenraum zur gesellschaftlichen Atomisierung sein. 

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