Sonne. Satt. Sommer in Leipzig
Sonne satt – das wünschen sich viele Leipzigerinnen und Leipziger in der Sommerzeit seit eh und je. Endlich erfüllt sich die Sehnsucht nach Licht, Luft und Lässigkeit. Lange Tage und laue Nächte bestimmen dieses besondere Lebensgefühl zwischen Frühlingserwachen und Herbstbeginn. Sommer heißt auch Urlaub, egal ob zu Hause oder in der Ferne. Die Erinnerungen, die einst auf Postkarten, Super-Acht-Filmen und Videokassetten festgehalten wurden, füllen heute Speicherkarten und Festplatten.
Sommer verspricht luftig fröhliche Mode, Eis am Stiel, Grillparty, Feste und Konzerte im Freien. Und er verheißt vor allem Badevergnügen. Gebadet wurde schon immer, ob in den zahlreichen lokalen Gewässern oder in heute teils in Vergessenheit geratenen Natur- und Freibädern. Bademoden und Schwimmstile wechseln ebenso wie der Freiluftsport.
Doch dieser sonnig-heitere Blick auf die Leipziger Sommergeschichte wäre nur die halbe Wahrheit. Extreme Hitzephasen, Dürreperioden und Unwetter gehören ebenso zu dieser Jahreszeit und stellen die Leipzigerinnen und Leipziger vor besondere Herausforderungen – mit steigender Tendenz. Städtebau neu denken und mehr Grün auf Plätzen, Häuserwänden und Dächern sind beispielhafte Instrumente dafür, dass die kommenden Sommer in Leipzig eine angenehme und aushaltbare Jahreszeit bleiben. Gelingt dies nicht, haben wir alle ganz schnell die sommerliche Sonne satt.
Und so streift die Ausstellung durch 400 Jahre wechselhafter Sommergefühle – leichtfüßig, aber nicht leichtfertig. Mit fröhlich-frechen und erinnerungsstarken Objekten im Gepäck lädt sie dazu ein, diese Jahreszeit der Liebe und Lebenslust neu zu betrachten.

