Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland
Sonderausstellung „Tomahawk und Trommel"
10. November 2026 bis 11. April 2027
Braunschweiger kämpften in Nordamerika in der Amerikanischen Revolution an der Seite der Briten? Nicht allzu bekannt ist dieses wichtige historische Kapitel, das so früh Braunschweiger und indigene Gruppen aus Nordamerika zusammenbrachte. Am Städtischen Museum geriet das Thema vor wenigen Jahren wieder in den Fokus, als im Zuge der Neukonzeption der ethnologischen Dauerausstellung die Exponate aus Amerika, auch in Zusammenarbeit mit indigenen Partner*innen, neu erschlossen wurden. Hierbei entstand die Idee, dass indigene Gruppen und das Museumsteam die gemeinsame Geschichte partnerschaftlich und im direkten Austausch erschließen sollten. Was hätte nähergelegen, als den 250. Jahrestag der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zum Anlass für eine Ausstellung zu nehmen? Ein Objekt war ein wichtiger Impuls für das Projekt: die älteste Trommel Nordamerikas, die zur Sammlung des Museums gehört. Tomahawk und Trommel – der Titel der Ausstellung bezieht sich einerseits auf den kriegerischen Kontext, der die Braunschweiger Hilfstruppen nach Nordamerika brachte, andererseits auf den neuen dialogischen Ansatz, der über die Auseinandersetzung mit der genannten Trommel angestoßen wurde. In diesem Sinne besteht auch die Ausstellung aus zwei Sektionen: Im ersten Teil wird die Geschichte der Braunschweiger Beteiligung an dem Konflikt beleuchtet, im zweiten Teil steht die Neubetrachtung indigener Objekte aus deutschen Sammlungen im Vordergrund.
Gefördert von der Terra Foundation for American Art.
Öffnungszeiten: DI bis SO, Feiertage, 11:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt: 5,00 € / erm. 2,50 € (Kinder von 6 bis 16 Jahren: 2,00 € / bis 6 Jahre frei
Bildunterschrift: Ritualtrommel: „Souvenir“ eines Braunschweiger Soldaten aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, vor 1783.
Foto: Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer

