Eben erst hatte die Aufklärung begonnen, den Absolutismus zu verdrängen, als liberal gesonnene Angehörige des Braunschweiger Adels die Chancen erkannten, im Herzogtum die Aufklärung in eigenständig organisierten Verbünden zu verwirklichen. In diesem geistigen Klima entstand – protegiert von Herzog Carl I. – am 12. Februar 1744 die Freimaurerloge „Carl zur gekrönten Säule“. Im Laufe des 19. Jahrhunderts trat in der Loge zunehmend das Bürgertum an die Stelle des Adels. Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler prägten nun das Logenleben – darunter Persönlichkeiten wie Hugo Luther, Max Jüdel, Ernst Amme, Julius Konegen, aber auch Wissenschaftler wie Adolph Nehrkorn und Komponisten wie Franz Abt.Die Freimaurerei versteht sich als ethisch-philosophische Gemeinschaft. Neben geselligen Begegnungen und Vorträgen bildet das Logen-Ritual das zentrale Element. Die Nationalsozialisten, die die politische und intellektuelle Gleichschaltung aller Bürger anstrebten, duldeten die Freimaurerei nicht. 1935 folgte ihr Verbot. Erst 1963 trat die Loge wieder an die Öffentlichkeit.Der Vortrag zeichnet die wechselvolle Geschichte dieser traditionsreichen Braunschweiger Loge nach. Exponat des Monats ist eine Freimaurertasche in der Ausstellung im Altstadtrathaus.Vortrag von Thomas Parr.Abb.: Freimaurertasche, 1800/1900, Foto: Städtisches Museum Braunschweig Der Eintritt ist frei.
23. Apr 2026 - 15:00
Altstadtmarkt 7
Braunschweig
38100
Deutschland

Aktueller Termin von "Städtisches Museum Braunschweig - Altstadtrathaus"

Vortragsreihe „Exponat des Monats“: Freimaurerei in Braunschweig

23. Apr 2026 - 15:00 – 23. Apr 2026 - 16:30
Städtisches Museum Braunschweig - Altstadtrathaus

Eben erst hatte die Aufklärung begonnen, den Absolutismus zu verdrängen, als liberal gesonnene Angehörige des Braunschweiger Adels die Chancen erkannten, im Herzogtum die Aufklärung in eigenständig organisierten Verbünden zu verwirklichen. In diesem geistigen Klima entstand – protegiert von Herzog Carl I. – am 12. Februar 1744 die Freimaurerloge „Carl zur gekrönten Säule“. Im Laufe des 19. Jahrhunderts trat in der Loge zunehmend das Bürgertum an die Stelle des Adels. Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler prägten nun das Logenleben – darunter Persönlichkeiten wie Hugo Luther, Max Jüdel, Ernst Amme, Julius Konegen, aber auch Wissenschaftler wie Adolph Nehrkorn und Komponisten wie Franz Abt.

Die Freimaurerei versteht sich als ethisch-philosophische Gemeinschaft. Neben geselligen Begegnungen und Vorträgen bildet das Logen-Ritual das zentrale Element. Die Nationalsozialisten, die die politische und intellektuelle Gleichschaltung aller Bürger anstrebten, duldeten die Freimaurerei nicht. 1935 folgte ihr Verbot. Erst 1963 trat die Loge wieder an die Öffentlichkeit.

Der Vortrag zeichnet die wechselvolle Geschichte dieser traditionsreichen Braunschweiger Loge nach. Exponat des Monats ist eine Freimaurertasche in der Ausstellung im Altstadtrathaus.

Vortrag von Thomas Parr.

Abb.: Freimaurertasche, 1800/1900, Foto: Städtisches Museum Braunschweig

 

Der Eintritt ist frei.

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