Literarisches Symposium, bei dem Dr. Cornelia Nenz (Direktorin des Fritz-Reuter-Literaturmuseums a.D.) mit Prof. Dr. Joachim Rickes (Humboldt Universität Berlin), Prof. Dr. Holger Helbig (Universität Rostock), Prof. Dr. Carsten Gansel (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Dr. Stephan Lesker (Universität Rostock) über literarische Rezeption und neue Perspektiven auf Fritz Reuter diskutiert.Am 26. Juni 2026 verwandelt sich die Alte Synagoge Stavenhagen von 11:00 bis 16:00 Uhr in einen Ort lebendiger Literaturdebatten. Das Symposium widmet sich einer Frage, die ebenso alt wie aktuell ist: Was geschieht mit Literatur, wenn sie gelesen, gedeutet, weitergeschrieben wird?Rezeption – oft als nachgeordnet verstanden – erscheint hier als das, was sie sein kann: eine schöpferische Kraft. Zwischen Bewahrung und Neubefragung, zwischen Kanon und Gegenwartsblick.Vier Stimmen, vier RezeptionsgeschichtenIm Mittelpunkt stehen Autor:innen, deren Werke bis heute Resonanzräume öffnen:Fritz Reuter – „Günter Grass liest Ut mine Festungstid – Zur Fritz Reuter-Rezeption eines Nobelpreisträgers“Uwe Johnson – Aus einer vergangenen Zukunft in eine künftige Welt. Über das Raum-Zeit-Kontinuum der Uwe Johnson-AusgabeBrigitte Reimann – Wiederentdeckung, Neubewertung, AktualitätWalter Kempowski – Die Kempowski-Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen SchmidtProgramm11:00 Uhr – AuftaktBegrüßung und thematische Einführung11:15 Uhr – Prof. Dr. Joachim Rickes (Humboldt-Universität zu Berlin) „Günter Grass liest Ut mine Festungstid – Zur Fritz Reuter-Rezeption eines Nobelpreisträgers“Was passiert, wenn ein Nobelpreisträger einen Klassiker liest? Der Vortrag öffnet den Blick auf die produktive Begegnung zwischen Günter Grass und Fritz Reuter – auf Traditionslinien, literarische Dialoge und die kreative Energie des Lesens selbst.12:00 Uhr – Prof. Dr. Holger Helbig (Universität Rostock) Uwe Johnson: Aus einer vergangenen Zukunft in eine künftige Welt Über das Raum-Zeit-Kontinuum der Uwe Johnson-AusgabeZwischen Archiv und Gegenwart: Wie beeinflussen editorische Entscheidungen die Wahrnehmung eines Werks? Ein Blick auf die Rezeptionsdynamiken rund um Uwe Johnson.12:45 Uhr – Pause13:15 Uhr – Prof. Dr. Gansel (Justus-Liebig-Universität Gießen/Neubrandenburg) Brigitte Reimann neu gelesenVom DDR-Image zur Gegenwartsautorität: Der Beitrag zeichnet die erstaunliche Wandlung der Rezeption von Brigitte Reimann nach – literarisch, kulturgeschichtlich, gesellschaftlich.14:00 Uhr – Dr. Stephan Lesker (Universität Rostock) Walter Kempowski: Die Kempowski-Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen Schmidt.Walter Kempowski zwischen populärem Erfolg und literarischem Kanon. Zur Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen Schmidt.14:45 Uhr – PodiumsgesprächRezeption als kreative PraxisDiskussion über Aneignung, Aktualisierung und die Frage, wie Literatur im kulturellen Gedächtnis weiterlebt.16:00 Uhr – AbschlussEin offener DenkraumDas Symposium versteht sich als Einladung zum Zuhören, Weiterdenken und Mitdiskutieren – für Literaturinteressierte, Studierende, Lehrende und alle, die neugierig auf das Nachleben von Literatur sind.HinweisEine Publikation der Beiträge ist in Papierform nicht vorgesehen.
26. Jun 2026 - 11:00
Markt 1
Stavenhagen
17153
Deutschland

Aktueller Termin von "Fritz-Reuter-Literaturmuseum"

Zwischen Verehrung und Neuinterpretation: Literarische Rezeption als kreative Praxis

26. Jun 2026 - 11:00 – 26. Jun 2026 - 16:00
Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Literarisches Symposium, bei dem Dr. Cornelia Nenz (Direktorin des Fritz-Reuter-Literaturmuseums a.D.) mit Prof. Dr. Joachim Rickes (Humboldt Universität Berlin), Prof. Dr. Holger Helbig (Universität Rostock), Prof. Dr. Carsten Gansel (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Dr. Stephan Lesker (Universität Rostock) über literarische Rezeption und neue Perspektiven auf Fritz Reuter diskutiert.

Am 26. Juni 2026 verwandelt sich die Alte Synagoge Stavenhagen von 11:00 bis 16:00 Uhr in einen Ort lebendiger Literaturdebatten. Das Symposium widmet sich einer Frage, die ebenso alt wie aktuell ist: Was geschieht mit Literatur, wenn sie gelesen, gedeutet, weitergeschrieben wird?

Rezeption – oft als nachgeordnet verstanden – erscheint hier als das, was sie sein kann: eine schöpferische Kraft. Zwischen Bewahrung und Neubefragung, zwischen Kanon und Gegenwartsblick.

Vier Stimmen, vier Rezeptionsgeschichten

Im Mittelpunkt stehen Autor:innen, deren Werke bis heute Resonanzräume öffnen:

  • Fritz Reuter – „Günter Grass liest Ut mine Festungstid – Zur Fritz Reuter-Rezeption eines Nobelpreisträgers“
  • Uwe Johnson – Aus einer vergangenen Zukunft in eine künftige Welt. Über das Raum-Zeit-Kontinuum der Uwe Johnson-Ausgabe
  • Brigitte Reimann – Wiederentdeckung, Neubewertung, Aktualität
  • Walter Kempowski – Die Kempowski-Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen Schmidt

Programm

11:00 Uhr – Auftakt

Begrüßung und thematische Einführung

11:15 Uhr – Prof. Dr. Joachim Rickes (Humboldt-Universität zu Berlin) 

„Günter Grass liest Ut mine Festungstid – Zur Fritz Reuter-Rezeption eines Nobelpreisträgers“

Was passiert, wenn ein Nobelpreisträger einen Klassiker liest? Der Vortrag öffnet den Blick auf die produktive Begegnung zwischen Günter Grass und Fritz Reuter – auf Traditionslinien, literarische Dialoge und die kreative Energie des Lesens selbst.

12:00 Uhr – Prof. Dr. Holger Helbig (Universität Rostock) 

Uwe Johnson: Aus einer vergangenen Zukunft in eine künftige Welt Über das Raum-Zeit-Kontinuum der Uwe Johnson-Ausgabe

Zwischen Archiv und Gegenwart: Wie beeinflussen editorische Entscheidungen die Wahrnehmung eines Werks? Ein Blick auf die Rezeptionsdynamiken rund um Uwe Johnson.

12:45 Uhr – Pause

13:15 Uhr – Prof. Dr. Gansel (Justus-Liebig-Universität Gießen/Neubrandenburg) 

Brigitte Reimann neu gelesen

Vom DDR-Image zur Gegenwartsautorität: Der Beitrag zeichnet die erstaunliche Wandlung der Rezeption von Brigitte Reimann nach – literarisch, kulturgeschichtlich, gesellschaftlich.

14:00 Uhr – Dr. Stephan Lesker (Universität Rostock) 

Walter Kempowski: Die Kempowski-Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen Schmidt.

Walter Kempowski zwischen populärem Erfolg und literarischem Kanon. Zur Rezeption bei Gerhard Henschel und Jochen Schmidt.

14:45 Uhr – Podiumsgespräch

Rezeption als kreative Praxis

Diskussion über Aneignung, Aktualisierung und die Frage, wie Literatur im kulturellen Gedächtnis weiterlebt.

16:00 Uhr – Abschluss

Ein offener Denkraum

Das Symposium versteht sich als Einladung zum Zuhören, Weiterdenken und Mitdiskutieren – für Literaturinteressierte, Studierende, Lehrende und alle, die neugierig auf das Nachleben von Literatur sind.

Hinweis

Eine Publikation der Beiträge ist in Papierform nicht vorgesehen.

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