Antikensammlung-Institut für Klassische Archäologie

Kochstr 4/19, 91054 Erlangen, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Kochstr 4/19
PLZ/Ort
91054 Erlangen
Land
Deutschland
Telefon
+49 9131 85-22391
Fax
-

Web
https://www.klassischearchaeologie.phil.fau.de/antikensammlung/
Tags
#Archäologie

Beschreibung

Als Teil des Instituts für Klassische Archäologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) präsentiert die Antikensammlung der Universität, kurz Antikensammlung Erlangen, eine Sammlung von Gipsabgüssen antiker Plastik sowie ausgewählten Originalobjekten und einem umfangreichen Fotoarchiv.

Ursprung und Standort der Sammlung reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Bereits 1855 begann die Universität, Abgüsse antiker Skulpturen zu Lehrzwecken zu erwerben. 1857 wurde die Sammlung offiziell der Universität übergeben; sie umfasste zu diesem Zeitpunkt nur eine kleine Anzahl von Stücken und war zunächst organisatorisch dem philosophischen Institut zugeordnet. Später erhielt die Universität ein archäologisches Seminar, und die Sammlung wurde ergänzt, unter anderem durch eine Kiste mit Tonscherben aus dem Nachlass König Ludwigs I., die den Grundstock der Originalobjekte bildete. Im Laufe der Jahrzehnte wechselten die Ausstellungsräume; nach mehreren Umzügen befindet sich die Sammlung heute im Souterrain des Seminargebäudes in der Kochstraße.

Die Sammlung überstand Kriegsphasen, während derer die Räumlichkeiten zeitweise als Lazarett genutzt wurden; dabei kam es zu Beschädigungen einzelner Abgüsse, größere Verluste blieben jedoch aus. Mitte des 20. Jahrhunderts erschien der erste Bestandskatalog (1948). Ergänzt wurde der Bestand außerdem durch die Übernahme eines umfangreichen Fotoarchivs mit rund 28.000 Aufnahmen antiker Plastik, Porträts und Bauwerke.

Inhaltlich gliedert sich die Antikensammlung in drei Bereiche: Gipsabgüsse, Originalwerke antiker Keramik und das Fotoarchiv. Die Abguss-Sammlung umfasst Nachbildungen berühmter Skulpturen wie etwa den Apollo von Belvedere, die Venus vom Esquilin, den Betenden Knaben sowie Darstellungen wie den Zeus von Otricoli und die Juno Ludovisi. Hinzu kommen zahlreiche Porträts antiker Gelehrter und eine umfangreiche Reihe römischer Kaiserbildnisse von Gaius Iulius Caesar über Trajan bis Septimius Severus. Die Originalsammlung konzentriert sich vorwiegend auf antike Keramik; eine schwarzfigurige attische Schale aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die 1905 in den Bestand gelangte, gab der Forschung den Namen des sogenannten Erlanger Malers. Ebenfalls Teil der Sammlung ist ein bronzener Dreifußständer, der als „Erlanger Dreifuß“ bekannt ist.

Ort auf der Karte

Weitere Museen in der Nähe