Im baden-württembergischen Sinsheim bietet das Technik Museum Sinsheim einen umfassenden Einblick in die Entwicklung von Fahrzeug- und Luftfahrttechnik und zeigt dafür eine große, öffentlich zugängliche Sammlung technischer Exponate.
Das Museum erstreckt sich über eine Ausstellungsfläche von mehr als 50.000 m², davon rund 30.000 m² in Hallen, und präsentiert über 3.000 Exponate. Es arbeitet als gemeinnütziger Verein, finanziert sich aus Eintrittsgeldern, Spenden und Mitgliedsbeiträgen und steht in enger Verbindung zum Technik Museum Speyer, das etwa 34 Kilometer westlich liegt.
Gegründet wurde das Haus Anfang der 1980er Jahre von engagierten Sammlern; nach der Eröffnung 1981 wuchs die Sammlung beständig. Markante Stationen der Entwicklung sind frühe Rekord- und Rennfahrzeuge, die Aufnahme historischer Lokomotiven und zahlreicher Fluggeräte sowie der Ausbau der Ausstellungsflächen. Bedeutende Akquisitionen des 21. Jahrhunderts sind die sowjetische Tupolew Tu-144 und die französische Concorde, die seit den frühen 2000er-Jahren nebeneinander ausgestellt werden und zu den Hauptanziehungspunkten zählen. Ergänzend wurde ein IMAX-3D-Kino eingerichtet, und jüngste Großtransporte brachten unter anderem ein U-Boot auf das Gelände, das inzwischen auch von innen besichtigt werden kann.
Die Sammlung konzentriert sich auf Fahrzeuge im weitesten Sinn: Land- und Wasserfahrzeuge, Motorräder, Personenkraftwagen, Renn- und Sportwagen sowie Dampflokomotiven und militärische Fahrzeuge bilden den Schwerpunkt. Auch die Luftfahrtsammlung ist umfangreich; viele Flugzeuge sind begehbar, sodass Besucherinnen und Besucher direkte Einblicke in Kabinenbereiche erhalten. Die Präsentation ist thematisch gegliedert; Exponate stehen nah genug, um Details zu betrachten, während Informationstafeln die wichtigsten Daten liefern. Geführte Rundgänge ergänzen das Angebot.