Im historischen Zentrum von Halle (Saale) nimmt das Beatles Museum eine bedeutende Rolle für die öffentliche Erinnerung an die Band The Beatles ein. Es zeigt die Entwicklung der Gruppe von der Gründung 1960 bis zur Auflösung 1970 sowie die anschließenden Solokarrieren der Musiker.
Das Museum befindet sich im Altstadtquartier, im Gebäude Alter Markt 12, und nutzt nach einer Sanierung historische Räume für seine Präsentationen. Das Haus stammt aus dem Jahr 1708 und war einst Wohnsitz des wohlhabenden Pfänners Karl-Heinrich Reichhelm (1650–1724). Die barocke Ausstattung mit kunstvoller Treppe und Stuckdecken prägt den Besuch. Zwischen 1895 und dem 20. Jahrhundert diente das Gebäude als Assessor-Müller-Stift für unverheiratete Töchter von Richtern und arme Mädchen; nach 1945 waren dort unter anderem ein Kindergarten und weitere Nutzungen angesiedelt. Vor dem Eingang erinnert ein Stolperstein an Wolfgang Brühl (1927–1941), der hier wohnte und 1941 in die Tötungsanstalt Bernburg verschleppt und ermordet wurde.
Die Sammlung entstand bereits ab 1964 und wurde ab 1975 als Wanderausstellung in rund 25 Städten im In- und Ausland gezeigt. 1982 war die Schau im Budapester Nep-Stadion zu sehen und zog damals mehr als 20.000 Besucher an, darunter zahlreiche Besucher aus der DDR. Nach einem Aufenthalt in Köln wurde die Ausstellung 1999 geschlossen und ein halbes Jahr später in Halle neu eröffnet. Die Ausstellungsfläche wuchs von anfänglich etwa 350 m² auf nahezu 600 m²; seit 2007 sind die Exponate auf drei Etagen verteilt. Laufende Vereinbarungen sichern den Verbleib des Museums in Halle.
Rund 3.500 Exponate sind in etwa 17 Räumen zu sehen; das entspricht ungefähr einem Fünftel des gesamten Bestands, weitere Objekte lagern in Depots. Gezeigt werden Fotografien, Zeitungsartikel, Autogramme, Poster, Fanobjekte, Briefmarken, Kuriositäten sowie audiovisuelle Medien und teils seltene Schallplatten von 1960 bis heute. Thematisch gegliederte Räume – etwa ein Sgt.-Pepper-Raum oder Jahrzehntdarstellungen – werden durch Filmbeiträge und Hörstationen ergänzt. Ein Gruppenfoto mit Originalunterschriften zählt zu den wertvollsten Stücken. Das Museum verzeichnet etwa 20.000 Besucher jährlich und finanziert sich überwiegend aus Eintrittserlösen. Vergleichbare Einrichtungen sind „The Beatles Story“ in den Albert Docks in Liverpool sowie eine große Sammlung in Buenos Aires; die frühere Ausstellung „Beatlemania Hamburg“ wurde inzwischen geschlossen.