Buddenbrookhaus

Mengstr. 4, 23552 Lübeck, Deutschland

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Straße
Mengstr. 4
PLZ/Ort
23552 Lübeck
Land
Deutschland
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Fax
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Web
http://www.buddenbrookhaus.de
E-Mail
museen@luebeck.de
Tags
#Hansestadt #Architektur

Beschreibung

Im Zentrum der Lübecker Altstadt steht das Buddenbrookhaus (Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum), das als Gedenk- und Forschungsort der Familie Mann fungiert und von der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck getragen wird. In dem Haus sind neben dem Förderverein Buddenbrookhaus auch die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft, die Heinrich Mann-Gesellschaft, die Golo Mann-Gesellschaft und die Erich-Mühsam-Gesellschaft beheimatet.

 

Das Gebäude in der Mengstraße 4 richtet seine Hauptrichtung auf die Marienkirche; seine Baugeschichte reicht bis zu einem Eintrag von 1289 zurück. Die heute sichtbare spätbarocke Fassade trägt über dem Portal die Jahreszahl 1758 und die Inschrift „Dominus providebit“. Ursprünglich verband ein weit in den Baublock hineinreichender Komplex Wohn- und Geschäftsbereiche, mit einem repräsentativen Belétage, einem Seitenflügel als Wohntrakt, Hof- und Gartenanlagen sowie einem barocken Gewölbekeller. Figuren über dem Giebel symbolisieren Zeit und Wohlstand. Nutzungsbedingt lagen Ökonomie und Lagerung im Vorderhaus, die Wohnbereiche in der ersten Etage, Dienst- und Vorratsräume in niedrigeren Geschossen.

 

1842 ging das Anwesen in den Besitz der Familie Mann über; das Haus blieb bis 1891 Wohnort mehrerer Generationen und bildet den biografischen Hintergrund für Teile des Romans Buddenbrooks. Nach wechselnden Verwendungen und Nutzern im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude 1942 bei einem Luftangriff schwer beschädigt; nur die Fassade mit blinden Fensterhöhlen und der barocke Keller blieben erhalten. In den späten 1950er-Jahren erfolgte ein Wiederaufbau, der Kubatur und Innenraumniveau veränderte.

 

1991 erwarb die Hansestadt Lübeck das Haus, um es als Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum auszubauen; 1993 wurde die Einrichtung feierlich eröffnet. Das Zentrum vereinigt Dauerausstellungen, wechselnde Präsentationen, Sammlungen, eine Spezialbibliothek und ein Archiv und versteht sich als Ort wissenschaftlicher und literarischer Auseinandersetzung. Seit 2000 sind die ständigen Ausstellungen „Die Manns – eine Schriftstellerfamilie“ und „Die ‚Buddenbrooks‘ – ein Jahrhundertroman“ installiert; für die Neugestaltung erhielt das Haus 2002 eine Auszeichnung des Europarats. Bis Ende 2019 blieb das Haus geöffnet; wegen Erweiterungs- und Umbauarbeiten wurden Teile der Präsentation in das Museum Behnhaus-Drägerhaus überführt. Seit 2003 verleiht das Buddenbrookhaus alle zwei Jahre den Debütpreis des Buddenbrookhauses.

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