Burg Henneberg

Marienhof 8, 22399 Hamburg, Deutschland

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Hamburg

Wo Sie uns finden:

Straße
Marienhof 8
PLZ/Ort
22399 Hamburg
Land
Deutschland
Web
http://www.burg-henneberg.de/
Tags
#Burg

Beschreibung

Am Alsterufer bei der Poppenbütteler Schleuse in Hamburg-Poppenbüttel liegt die Burg Henneberg, auch Alsterschlösschen genannt. Das Bauwerk ist eine künstlich errichtete Ruine und stellt eine verkleinerte Nachbildung der Burg Henneberg in Südthüringen im Maßstab 1:4 dar.

 

Der Ursprung des Ensembles reicht ins späte 19. Jahrhundert: 1875 erwarb ein Angehöriger der Familie Henneberg das Gelände einer ehemaligen Lehmkuhle und ließ dort den Park Marienhof sowie die Burgruine anlegen. Zwischen 1884 und 1887 entstand die Anlage im damals populären neugotischen Stil als repräsentative Gestaltung bürgerlicher Wohnsitze. Der Park Marienhof erstreckt sich über etwa 3,5 Hektar und wurde als englischer Landschaftsgarten mit exotischen Gehölzen aus Europa, Nordamerika, China und Japan angelegt; Teile davon sind bis heute erhalten.

 

Für das Erscheinungsbild wurde ein künstlicher Burgberg von rund 15 Metern Höhe aufgeschüttet. Die Anlage umfasst ein Hauptgebäude mit einem 12 Meter hohen Turm, ein kleines Nebentürmchen und einen terrassenförmigen Vorbau nach Süden. Im Inneren gibt es einen als „Rittersaal“ bezeichneten Raum mit Empore, eine Burgkammer und den Aufgang zum Turm; eine Wendeltreppe führt auf die Aussichtsebene, deren freie Sicht auf die Kirchtürme Hamburgs inzwischen durch hoch gewachsene Bäume eingeschränkt ist. Der Zugang erfolgt über einen offenen Treppengang, und im Mauerwerk wurden künstliche „Risse“ angebracht, um einen gealterten Eindruck zu erlangen.

 

Die Burg diente der Familie Henneberg als Archiv und stand später verschiedenen Nutzungen offen; nach der Auflösung des landwirtschaftlichen Besitzes wurden Räume zeitweise von einer Liedertafel genutzt. 1942 wechselte ein Teil des Areals in städtischen Besitz. In den folgenden Jahrzehnten kam die Ruine in Verfall; 1988 bestand Einsturzgefahr, 1990 wurde das Bauwerk von einem privaten Käufer übernommen, der sich zu einer Restaurierung verpflichtete. 1991 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste als „Burgruine Henneberg mit künstlicher Topografie, Typ Folly (Nachbau einer Burgruine), Marienhof 8.“

 

Nach weiteren Besitzerwechseln gelangte die Nutzung 2014 in die gemeinnützige Stiftung Burg Henneberg, die Erhalt und kulturelle Nutzung zum Ziel hat und das Bauwerk erstmals der Öffentlichkeit näherbrachte. Seit 2021 erlaubt die Stadt eine gewerbliche Nutzung; das Grundstück steht seit 2024 erneut zum Verkauf, wobei die Möglichkeiten der Nutzung als begrenzt gelten.

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