Deutsches Architektur-Museum

Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Schaumainkai 43
PLZ/Ort
60596 Frankfurt
Land
Deutschland
Telefon
069 / 21 23 88 44
Fax
069-212-36386

Web
http://www.dam-online.de

Beschreibung

Am Museumsufer in Frankfurt am Main widmet sich das Deutsche Architekturmuseum (DAM) der Vermittlung von Architektur als kulturellem Thema und Ausstellungspraxis.

Das Museum ist in einer 1912 errichteten neoklassizistischen Doppelvilla im Stadtteil Sachsenhausen-Nord untergebracht. Bei einem umfassenden Umbau zwischen 1979 und 1984 wurde das historische Gebäude entkernt und im Inneren eine eigenständige Stahlbetonkonstruktion als „Haus im Haus“ eingerichtet. Auf dem früheren Gartengelände entstand eine eingeschossige Ausstellungshalle, und eine neu angelegte Eingangszone zum Main veränderte das äußere Erscheinungsbild der Villa deutlich. Kurz nach der Neueröffnung wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und bei späteren Baumaßnahmen entsprechend berücksichtigt. Ende September 2021 schloss das Haus für Sanierung und Umbau; Ausstellungen liefen in einem Interimsquartier weiter. Kritik an der früheren Umgestaltung monierte enge Ausstellungsräume, schwierige Wegeführung und Beeinträchtigungen im Auditorium. Nach Abschluss der Arbeiten öffnete das DAM Anfang Juni 2025 wieder an seinem angestammten Standort.

Das Museum entstand im Rahmen der städtischen Museumsuferplanung; die anfängliche Konzeption wurde von einem Kunst- und Architekturhistoriker verantwortet, der zugleich die Leitung übernahm. In den 1990er-Jahren führten Rückgänge bei den Besucherzahlen und erhebliche Haushaltskürzungen zeitweise zur Diskussion über Schließung oder Verlagerung. Eine Renovierung 2001 brachte neben baulichen Erneuerungen auch eine Neuausrichtung: verstärkte Präsentation zeitgenössischer Architektur, verständliche Vermittlung für Fachpublikum und Allgemeinheit, Betonung von Erlebniswert und die Rolle als Treffpunkt für Wirtschaft und Architekten. Unter späterer Leitung konnte die Besucherfrequenz mehr als verdreifacht werden.

Das DAM versteht sich heute gleichermaßen als Museum und Ausstellungshalle. Neben einer Dauersammlung prägen wechselnde Ausstellungen das Profil; gesammelt und angekauft wird weiterhin, die klassischen Inhalte werden jedoch in zeitgemäßen Inszenierungen präsentiert. Gezeigt wird nicht nur das fertige Bauwerk, sondern auch der Prozess seiner Entstehung. Eine zentrale Aufgabe bleibt die Balance zwischen Architektur als ästhetischer Disziplin für wenige und als Thema für eine breite Öffentlichkeit. Finanzierung: Weder Bund noch Land Hessen gewähren Zuschüsse; die Stadt Frankfurt trägt Gebäude, Personal und rund ein Drittel des Etats, während Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen über Sponsoren mitfinanziert werden müssen.

Das DAM verleiht beziehungsweise wirkt an mehreren Preisen mit, darunter DAM Preis, Internationaler Hochhaus Preis, DAM Architectural Book Award, Europäischer Architekturfotografie Preis, Bauwelt Preis, European Union Prize for Contemporary Architecture – Mies van der Rohe Award (Mitwirkung im Lenkungs- und Beratungskomitee), European Prize for Urban Public Space, Häuser des Jahres sowie den Architecture + Technology Award (vergeben 2003 und 2006).

Seit 1980 gibt das DAM das Deutsche Architektur Jahrbuch heraus; eine wechselnde Jury stellt darin herausragende Bauten des Vorjahres vor. Seit 2007 wird im Rahmen des Jahrbuchs zudem der DAM Preis für Architektur verliehen, parallel zeigt das Museum die ausgewählten Projekte in einer Ausstellung.

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